Die Mienen im Eisbären-Lager sprachen nach der Niederlage in Linz eine deutliche Sprache. „Es war leider wieder nicht genug“, haderte Kapitän Hubert Berger mit der Pleite beim Schlusslicht und auch die Klubführung nahm die Mannschaft nach den zuletzt schwachen Auftritten in der Fremde in die Pflicht. Die Crew von Headcoach Martin Ekrt wollte somit gegen Cortina unbedingt zurück in die Erfolgsspur, musste sich schlussendlich aber ohne Fabio Artner und Philipp Mair doch knapp geschlagen geben.
Cortina mit glücklicher Führung
Die Zeller versuchten von Beginn an das Spiel an sich zu reißen, erspielten sich allerdings gegen stark verteidigende Südtiroler in Abschnitt eins nur wenige echte Torszenen. Die beste Chance hatte 99ers-Leihgabe Kevin Pesendorfer, der jedoch die Scheibe nicht kontrollieren konnte. Auf der Gegenseite hatte Max Zimmermann einige Paraden parat und hielt die Kiste in den ersten 20 Minuten sauber. Auch im Mitteldrittel mussten sich die 1.461 Zuseher in der KE KELIT Arena lange gedulden, ehe der erste Treffer fiel. Dabei gingen die Gäste äußerst kurios in Führung, landete Luca Barnabos Schuss aus spitzem Winkel direkt am Schlittschuh von David Rattensberger und sorgte so für eine chancenlose Abwehraktion von Max Zimmermann – 0:1 (34.).
Wilenius-Knaller nach Schlittschuh-Schock
Die vergangenen Tage – speziell aber die Stunden nach der bitteren Niederlage in Linz – und auch der mehr als unglückliche Rückstand sorgten für viel Wut in der Crew von Martin Ekrt, welche per „One-Timer“ von Tomi Wilenius perfekt antwortete. Der Finne sorgte somit nur 53 Sekunden nach dem Rückstand für den nicht unverdienten 1:1 Ausgleich, zeigte sich der EKZ als das aktivere Team auf dem Eis.
Aufholjagd kam zu spät
Im letzten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Gäste aus Cortina erhöhten in Überzahl durch Mikael Saha (45.) und Francesco Adami (58.) auf 3:1 und weckten beim EKZ, welcher nun alles auf eine Waagschale legte, auch den letzten Rest an Kampfgeist. Die Zeller wurden dafür auch belohnt und kamen durch Daniel Ban Sekunden vor dem Ende noch zum 2:3 (60.). Der Powerplay-Treffer des Eisbären-Stürmers kam jedoch zu spät, sollte es am Ende für die ganz große Aufholjagd nicht mehr reichen. Die Bergstädter fingen sich damit die zweite Nullnummer binnen 48 Stunden und sind erst in einer Woche wieder auf dem Prüfstand, wenn es bei Leader Jesenice um Punkte geht.
Positives Resümee trotz Niederlage
„Ich denke, dass es ein sehr ausgeglichenes Spiel war, welche in den Überzahlsituationen entschieden wurde. Momentan will die Scheibe einfach nicht für uns springen“, haderte Benedikt Wohlfahrt nach der Heimniederlage gegen Cortina. Der Neuzugang sah dennoch eine Steigerung zur Niederlage in Oberösterreich am vergangenen Donnerstag.
Für die Zeller geht es erst am Samstag, den 03.Dezember in Jesenice weiter. Beim Leader, der erst einmal in dieser Saison verlor, stehen die Blau-Gelben ordentlich auf dem Prüfstand.
ALPS HOCKEY LEAGUE | SAISON 2022/2023 | RUNDE 19
EK Zeller Eisbären vs. S.G. Cortina 2:3 (0:0/1:1/1:2)
Tore:
0:1 |34.| Luca Barnabo
1:1 |35.| Tomi Wilenius
1:2 |45.| Mikael Saha PP1
1:3 |58.| Francesco Adami PP1
2:3 |60.| Daniel Ban PP1
SR: Orel / Widmann
ZS: 1.461 (KE KELIT Arena)