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KEINE PUNKTE IN DER STAHLSTADT

DO, 24.11.2022  |  21:45 Uhr

Doppelschlag schockt EKZ

Das Schlusslicht versteckte sich auf heimischer Platte keineswegs und kam per Doppelschlag zu zwei schnellen Treffern. Marc-Andre Dorion – mehr als 500 Einsätze im österreichischen Oberhaus – (11.) und Karlis Bucenieks (12.) stellten binnen 74 Sekunden auf 2:0 und nutzen eine vierminütige Überzahlsituation eiskalt aus. Das schwächste Powerplay-Team der Liga zeigte also doch seine Qualitäten mit einem Mann mehr auf der Platte. Die Zeller taten sich in Abschnitt eins schwer, gefährliche Torszenen zu kreieren und versuchten sich aus der Distanz. Fredrik Widen und Co brachten den Linz-Schlussmann allerdings nicht wirklich in Bedrängnis.

Eisbären verpassen Anschluss

Auch im Mitteldrittel kamen die Zeller nur selten zwingend vor das Tor. Die beste Chance zum ersten Treffer der Pinzgauer hatte Henrik Neubauer, der Topscorer der Eisbären versuchte es bei einer zwei auf eins Situation selbst und zielte am Ende zu ungenau. Auf der Gegenseite zogen die Oberösterreicher in Person von Geoffrey Kitt (30.) und Kilian Rappold (40.) mit 4:0 davon. Letzterer schnürte sich in der abgelaufenen Spielzeit seine Skates noch am Zeller See und verwandelte kurz vor der zweiten Pausensirene einen Abpraller von EKZ-Goalie Alois Schultes, der anstelle des erkrankten Max Zimmermann auf der Linie stand.

Aufholjagd bleibt trotz starker Moral aus

Im Schlussabschnitt legten die Gäste nochmals alles auf eine Waagschale und schrieben erstmals an. Zwar musste das Team von Headcoach Martin Ekrt zunächst das 5:0 durch Eimantas Noreika hinnehmen (45.), Patrik Kittinger sorgte allerdings wenig später für das 5:1 und war bei einem Rebound bestens positioniert (46.). Die Zeller rochen damit kurz Lunte und kamen in Überzahl durch Topscorer Henrik Neubauer wenig später zum 5:2 (57.), für die ganz große Aufholjagd sollte es trotz starker Moral am Ende aber nicht mehr reichen. Auch, weil sich die Eisbären mit zu vielen Strafen immer wieder selbst aus der Partie nahmen.

„Es war einfach wieder nicht genug. Die Linzer haben mehr gearbeitet als wir und auch mehr Härte gezeigt. Linz hat sich somit auch das Scheibenglück erarbeitet. Insgesamt war es von uns am Ende zu wenig“, sagte ein selbstkritischer Hubert Berger nach der Niederlage beim Tabellenletzten in der Stahlstadt. Der gebürtiger Bayer sprach dabei auch die defensiven Schwächen, welche sich derzeit im Spiel der Pinzgauer eingeschlichen haben, knallhart an. „Die Zuteilung hat nicht gestimmt. Wir müssen untereinander besser kommunizieren und das Spiel einfacher halten. Grundsätzlich müssen wir auswärts mehr investieren. Egal gegen wen, wir müssen immer zu 100% bereit sein“, fügte der Kapitän hinzu.

Wie es besser geht, das können die Zeller Eisbären schon am Samstag zeigen, wenn mit Cortina ein echter Brocken in der Steinergasse aufkreuzt. Gegen die Südtiroler laden die Pinzgauer auch zum sogenannten „Blaulicht-Spiel“. Dabei erhalten alle Mitglieder einer Blaulicht-Organisation freien Eintritt in die KE KELIT Arena. Tickets für das Heimspiel gegen Cortina gibt es ab sofort unter www.ek-zellereisbaeren.at oder ab zwei Stunden vor Spielbeginn an der Abendkassa in der Steinergasse.

ALPS HOCKEY LEAGUE | SAISON 2022/2023 | RUNDE 18    
Steel Wings Linz vs. EK Zeller Eisbären 5:2 (2:0/2:0/1:2)    

Tore:
1:0 |11.| Marc-Andre Dorion PP1
2:0 |12.| Karlis Bucenieks PP1
3:0 |30.| Geoffrey Kitt
4:0 |40.| Kilian Rappold
5:0 |45.| Eimantas Noreika
5:1 |46.| Patrik Kittinger
5:2 |57.| Henrik Neubauer PP1

SR: Brunner / Wuntschek
ZS: 114 (LINZ AG Eisarena)