Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, wobei die Gäste aus dem Pinzgau den besseren Start erwischten und durch Philip Putnik für die Führung sorgten. Der Routinier zog aus kurzer Distanz mit viel Wut im Bauch ab und ließ Cavs-Goalie Tizian Giovanelli keine Chance (7.). Doch die Hausherren, rangieren übrigens einen Platz vor den Zellern, ließen sich davon nicht beirren und antworteten nur zwei Minuten später mit dem 1:1 durch Sturm-Ass und Topscorer Santeri Haarala (9.). Damit noch nicht genug, erhöhten die Gastgeber in der Folge die Schlagzahl und drehten die Partie komplett, als Miro Markkula nach einer knappen Viertelstunde die Partie vollständig drehte und zum 2:1 für die Cavaliers einnetzte (14.).
Irre Partie in Südtirol
Die Würth-Arena erlebte an diesem Abend ein echtes Wechselbad der Gefühle, konterten die Eisbären noch vor dem ersten Pausentee und sicherten sich durch die Treffer von Patrik Kittinger (18.) und Daniel Ban (19.) per Doppelschlag die erneute Führung – 2:3.
Rasant ging es auch im Mitteldrittel zu Werke, glichen die Südtiroler durch Doppelpacker Miro Markkula (23.) zunächst wieder aus, ehe Maximilian Sölva vier Minuten später das 4:3 nachlegte. Wie auch die Pinzgauer konnte auch der HCU einen Rückstand erneut in eine Führung ummünzen, diese jedoch abermals nicht halten. Denn kurz vor dem zweiten Pausentee war es Henrik Neubauer, der zum 4:4 anschrieb und die Begegnung endgültig auf eine neue Ebene der Brisanz hievte.
Last-Minute Niederlage im Unterland
Im letzten Drittel verflachte die Partie dann etwas, wollte hier kein Team einen schwerwiegenden und spielentscheidenden Fehler kreieren. So dauerte es bis in die Schlussminute, ehe Moritz Kaufmann in Überzahl den 5:4 Siegtreffer einschoss. Bitter, mussten die Zeller in Abschnitt drei auf Stürmer Patrik Kittinger verzichten und verloren wichtige Punkte aufgrund einer Strafzeit und der damit verbundenen Unterzahl.
Christoph Frank (EKZ): „Ich könnte nicht stolzer sein auf die Mannschaft, die Jungs haben wirklich gekämpft bis zum Schluss. Ich finde, wir hatten es heute nicht in unserer Hand, war die Schiedsrichterentscheidung am Ende sehr fragwürdig und entscheidend. Die Mannschaft kann dennoch stolz sein und den Weg gehen wir auch weiter“
ALPS HOCKEY LEAGUE | SAISON 2022/2023 | RUNDE 22
HC Unterland Cavaliers vs. EK Zeller Eisbären 5:4 (2:3/2:1/1:0)
Tore:
0:1 |07.| Philip Putnik
1:1 |09.| Santeri Haarala
2:1 |14.| Miro Markkula
2:2 |18.| Patrik Kittinger
2:3 |19.| Daniel Ban
3:3 |23.| Miro Markkula
4:3 |27.| Maximilian Sölva
4:4 |39.| Henrik Neubauer
5:4 |60.| Moritz Kaufmann PP1
ZS: 325 (Würtharena)
SR: Schauer / Virta
Martin Ekrt nicht mehr Headcoach der Kampfmannschaft
In besten Interesse des Vereins trafen die gesamten Verantwortlichen der Zeller Eisbären noch vor der Auswärtsreise nach Neumarkt zum HC Unterland die notwendige Entscheidung und trennten sich nach reiflicher Analyse der letzten elf Partien und wertschätzenden Gesprächen vom bisherigen Cheftrainer Martin Ekrt.
Am heutigen Samstag übernahm Co-Trainer Christoph Frank übergangsweise das Amt des Cheftrainers, als Assistent fungierte der ehemalige Eisbären-Kapitän Christoph Herzog. Nach zuletzt sechs Niederlagen aus neun Partien, einer nur wenig überzeugenden Spielweise und der daraus resultierenden negativen Bilanz sahen die EKZ-Verantwortlichen die Gefahr, die sportlichen Ziele zu verfehlen. Die Klubspitze sah sich nach reiflicher Analyse zu den nötigen Konsequenzen gezwungen.
"Mit diesem Kader, sofern langwierige und schwere Verletzungen ausbleiben, sollte man nicht um das direkte Playoff-Ticket zittern müssen, sondern sich einen Platz in der Masterround selbstbewusst erspielen. Die Mannschaft wurde im Sommer darauf ausgelegt, das direkte Playoff-Ticket zu ziehen und auch den Einzug in das Halbfinale der Österreichischen Meisterschaft der Alps Hockey League zu erreichen. In den vergangenen Wochen mussten wir eine negative Entwicklung innerhalb der Mannschaft und auf dem Eis feststellen, konnten einige Spieler, darunter auch Leistungsträger, ihr Potential weit nicht ausschöpfen. Nach dem Auswärtsspiel in Neumarkt folgt für den EKZ eine Spielpause, welche für den "Turnaround" bis hin zur heißen Saisonphase genutzt werden soll. Die Entscheidung, uns von einem überragenden Charakter wie Martin Ekrt zu trennen, fiel uns alles andere als leicht", so der Vorstand.
Wir, die Zeller Eisbären, bedanken uns bei Martin für die gute Zusammenarbeit und wünschen für die Zukunft alles erdenklich Gute", so das Management der Blau-Gelben, welche mit Blick auf die sportliche Situation und verantwortend für den Verein diese Entscheidung traf. Der Vorstand pocht darauf, den Sponsoren, Mitglieder:innen und allen Fans der Zeller Eisbären zu Beginn der kommenden Woche einen neuen Cheftrainer der Kampfmannschaft zu präsentieren. Derzeit laufen bereits fortgeschrittene Gespräche mit einem möglichen Nachfolger, welcher mit all seiner Erfahrung das Anforderungsprofil der Sportlichen Leitung perfekt vertreten würde.