Von Beginn an hatten die Eisbären gegen eine stark verbesserte Mannschaft aus dem Ländle alle Hände voll zu tun, erspielte sich der EHC prompt die besseren Torszenen. Die Eisbären benötigten vor knapp 1.900 Zusehern in der KE KELIT Arena einige Minuten, um in die Partie zu finden und scheiterten in Abschnitt eins an EHC-Goalie Erik Hanses. Auf der Gegenseite parierte Max Zimmermann Schuss um Schuss, war beim Versuch von Stefan Häußle allerdings machtlos und musste erstmals zum 0:1 hinter sich greifen.
EKZ-Dompteur Martin Ekrt schien in der ersten Pause jedoch die passenden Worte gefunden zu haben, nahmen die Eisbären diesen harten Kampf gegen die Löwen an, bissen sich nicht nur in die Partie, sondern erkämpften sich durch Lukas Bär den 1:1 Ausgleich (31.). In der Folge hatten die Pinzgauer das Momentum in der Hand und drängten die Ländler in die eigene Hälfte und kamen nicht unverdient zur erstmaligen Führung durch Kapitän Hubert Berger, der die zweite Pausenführung fixierte (38.).
Die KE KELIT Arena entwickelte sich unlängst in einen echten Hexenkessel, sahen die 1.856 Zuseher ein rassiges Playoff-Match, in dem die Lustenauer kurz nach Wiederbeginn durch Max Wilfan den 2:2 Ausgleich einnetzten (44.) und sich anschließend wieder ein Chancenplus erspielten. Remy Giftopoulos drehte die Partie erneut und schloss trocken zum 3:2 für die Gäste ab (52.).
Doch die Eisbären gaben an diesem Abend nicht auf, zu groß war die Gier auf einen Sieg im ersten Playoff-Heimspiel seit Gründung der Alps Hockey League. In einer kämpferischen Schlussphase, in der die Ekrt-Crew um jeden Zentimeter kämpfte und moralisch eine bärenstarke Performance ablieferte, buchte Henrik Neubauer mit seinem Treffer zum 3:3 in Minute 59 doch noch die Verlängerung.
In einer ebenso rassigen Overtime hatten die Gäste von Headcoach Mike Flanagan den längeren Atem, Philipp Koczra den 4:3 Siegtreffer einnetzte (70.) und die Viertelfinal-Serie somit auf 1:1 stellte: „Lustenau ist eine sehr gute Mannschaft, wir hätten ebenso gewinnen können!“, ließ Johannes Schernthaner nach der Partie keine Zweifel zu.
Die Devise im Eisbären-Lager kann also nur lauten: „Mund abputzen und weiter geht’s!“ – geht schon am Samstag in der Rheinhalle Spiel drei über die Bühne.
ALPS HOCKEY LEAGUE | SAISON 2021/2022 | PLAYOFF-VIERTELFINALE 2
EK Zeller Eisbären vs. EHC Lustenau 3:4 (0:1/2:0/1:2/0:1) (Stand: 1:1)
Tore:
0:1 |16.| Stefan Häußle
1:1 |31.| Lukas Bär
2:1 |38.| Hubert Berger
2:2 |44.| Max Wilfan
2:3 |52.| Remy Giftopoulos
3:3 |59.| Henrik Neubauer
3:4 |70.| Philipp Koczera
Zuseher: 1856 (KE KELIT ARENA)
SR: Hlavaty / Schauer