Keine Punkte für die Eisbären beim EC Kitzbühel! In einem lange Zeit sehr engen und umkämpften Derby haben die Adler das bessere Ende für sich und sichern sich den Heimsieg.
Schon vor dem Spiel eine knisternde Stimmung, der Gästesektor voll mit mitgereisten Eisbären-Fans, auch ansonsten kein Platz frei, im gerammelt vollen Kitzbüheler Sportpark. Der EKZ muss heute auf den zuletzt sehr starken Lorenz Lindner verzichten, dafür kehrt Daniel Ban ins Lineup zurück, bei den Adlern fehlt der etatmäßige Kapitän Hochfilzer.
Es ist ein starker Beginn der Heimmannschaft mit zwei, drei Abschlüssen, Zimmermann muss aber noch nicht eingreifen. Auch die Eisbären finden schnell in die Partie, Putnik mit einem ersten Schuss. Nach fünf gespielten Minuten Großchancen auf beiden Seiten. Die Adler feuern aus allen Lagen, der EKZ besticht mit guten Scheibeneroberungen im gegnerischen Drittel. Altmann mit einer weiteren guten Tormöglichkeit für die Zeller, nach schöner Kombination. Schutz auf der Gegenseite, mit einer Einschussmöglichkeit, nach einer kleinen Unkonzentriertheit im Spielaufbau. Es geht hin und her, auch mit Körpereinsatz wird nicht gespart, ein schnelles, hochklassiges Derby. Zum Ende des ersten Spielabschnitts bietet sich in einem einminütigem 5 gegen 3 Überzahlspiel eine gute Chance für die Eisbären. Huard aus kurzer Distanz, und Widen mit einem platzierten Onetimer aber Adlerkeeper Schmidt pariert spektakulär. Kitz übersteht diese heikle Phase und ist durch Schutz noch einmal gefährlich. Die Schlussminute gehört wiederum den Zellern die sich im Drittel festsetzen können und fast doch noch das 1:0 erzielen. Stattdessen geht es torlos in die erste Drittelpause.
Im zweiten Drittel geht es zunächst weiter wie bisher, ein flottes Spiel mit viel hin und her in dem nur die Tore fehlen. Die Eisbären haben vielleicht etwas mehr Scheibenbesitz, insgesamt ist es aber weiterhin hart umkämpft und beide Teams schenken einander nichts. Das 1:0 fällt schließlich für die Adler, Torschütze der auffällige Schutz. Es folgen wütende Gegenangriffe des EKZ, die Mannschaft schaltet spürbar noch einmal einen Gang höher und erarbeitet sich prompt einige Tormöglichkeiten. Nachdem Kitzbühels Nummer 29 den Führungstreffer erzielt hat, ist es Zells 29, der heute sehr giftige Philip Putnik, der den verdienten Ausgleich aus einem Rebound erzielt. Danach folgt eine harte Strafe gegen Zell am See, das erste Unterzahlspiel für die Eisbären. Als wäre die Situation noch nicht schwierig genug, verliert ein Eisbär im Zweikampf den Helm und muss folgerichtig sofort wechseln fahren. Wie Eishockeyfans wissen, ist im Mitteldrittel der Weg zur Wechselbank besonders lang und so müssen die Blau-Gelben kurzzeitig mit nur drei Mann verteidigen. Kitzbühel nützt diese Situation knallhart aus und trifft zur neuerlichen Führung. Mit diesem 2:1 geht es auch in die Pause.
Im Schlussabschnitt hat Putnik, nach schöner Berger Übersicht die erste gute Torchance für die Eisbären. Andererseits haben auch die Kitzbüheler Möglichkeiten die Führung auszubauen. Der EKZ ist bemüht Druck aufzubauen und kommt auch zu einigen Abschlüssen, richtig im Angriffsdrittel festsetzen kann man sich aber nicht und bei einigen Torchancen fehlt oft das Quäntchen Glück. Aus einem Gegenzug gelingt stattdessen den Hausherren das 3:1, gut vier Minuten vor Spielende. Schlimmer noch, nur wenige Sekunden darauf legen die Adler noch einmal nach und erzielen mit dem 4:1 die Vorentscheidung. Die Eisbären lassen sich nicht hängen und im Powerplay kann man noch auf 2:4 verkürzen. Kurz darauf sogar noch eine Großchance die Partie noch einmal wirklich eng zu machen, aber Schmidt im Kasten der Adler ist erneut zur Stelle. Als Trainer Marcel Rodman bereits alles riskiert und Torhüter Max Zimmermann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nimmt, gelingt den Tirolern das Empty-Net Tor zum 5:2 Endstand.
Eisbären Verteidiger Tyler Cuma: „Unser Spiel war nicht gut, Kitzbühel ist stark gestartet, hat gute Forechecks gemacht und ist gut geskatet. Wir hatten zu viele Turnovers, waren ein wenig zu langsam. Wir haben bis zum Schluss alles versucht, aber die Scheibenverluste und ein paar verlorene Zweikämpfe haben den Unterschied gemacht. Beim nächsten Spiel muss das besser werden.“
Eine bittere Derbyniederlage, die Chance zur Wiedergutmachung gibt es für die Eisbären bereits am kommenden Donnerstag, beim Heimspiel gegen Celje.
ALPS HOCKEY LEAGUE | Regular Season| SAISON 2024/2025 | Runde 3
EC die Adler Kitzbühel vs. EK Zeller Eisbären 5:2 (0:0/2:1/3:1)
Torfolge:
1:0 |30.|SCHUTZ Christopher (EQ)
1:1 |33.|PUTNIK Philip (EQ)
2:1 |35.|SCHMID Paul (PP1)
3:1 |56.|WASCHNIG Lukas (EQ)
4:1 |56.|REN Jayson (EQ)
4:2 |57.|WILFAN Mmaximilian (PP1)
5:2 |59.|FRÖWIS Jannik (EN)
SR: Brock / Holzer