Die Eisbären zeigen jede Menge Kampfgeist und gewinnen das schwere Auswärtsspiel bei Vizemeister Jesenice knapp mit 4:1. Der EKZ mischt damit weiterhin ganz vorne mit in der Tabelle, schon am Donnerstag steigt das letzte Spiel des Grunddurchgangs.
Das Spiel beginnt mit ein paar eher harmlosen Schüssen der Hausherren und einer frühen Strafe gegen die Eisbären. Der EKZ übersteht die Unterzahl und ist gut im Spiel. Slivnik für die Hausherren (8. Minute) und Coffman für Zell (9.) haben weitere Möglichkeiten. Miha Zajc kommt zwar mit etwas Scheibenglück an den Puck, hat aber die bis dato größte Chance des Spiels. Im Powerplay treffen dann aber die Zeller. Nick Huard bekommt links den Pass, zieht entlang der Torlinie zur Mitte und verlädt Keeper Ulcar mit der Backhand. Der EKZ steht defensiv sehr gut, Gelegenheiten Jesenices sind eher Zufallsprodukte. Tim Coffman ist auch durch ein Foul nicht zu stoppen, die Strafe gegen die Slowenen gibt es aber trotzdem. Das zweite Powerplay bringt wenig ein, vielmehr ist Burgar in Unterzahl gefährlich, Alexander Schmidt pariert aber glänzend.
Fünf Minuten im zweiten Drittel gespielt. Es gibt einen langen Shift der ersten Linie, eigentlich will man schon wechseln, dann liest man aber gut die Situation und startet doch noch einen schnellen Angriff. Coffman schickt Huard, der deckt den Puck geschickt ab und schlenzt ihn dann wunderschön mit der Backhand ins kurze Kreuzeck, 2:0. Coffman im Powerplay und Jennes mit dem Versuch eines Michigan Goals (pariert vom Torhüter) haben weitere Torchancen. Dann hat Jesenice zweimal ein Powerplay, die Eisbären lassen nicht viel zu. Wieder im fünf gegen fünf gelingt den Slowenen aber dennoch der Anschlusstreffer, nach einem gut gespielten Angriff verkürzen sie auf 1:2.
Im dritten Spielabschnitt kann Jesenice zunächst nur selten durchdringen. Baloh hat zwei Gelegenheiten, einmal mit einer Einzelaktion, einmal nach einer Unkonzentriertheit in der blau-gelben Defense. Teilweise ist es auch hitzig, die heute sehr guten Schiedsrichter haben aber stets den Überblick. Die Eisbären fighten wie in einem Playoff-Spiel, blocken viele Schüsse und verteidigen hart. Es ist sehr zweckorientiertes Eishockey, genau die richtige Herangehensweise bei einer knappen Führung in einem Auswärtsspiel. Zum Schluss des Spiels hin wird es natürlich noch ab und an brenzlig. Jesenice versucht alles, wenn die Verteidigung einmal geschlagen ist, rettet aber ein einmal mehr hervorragend aufgelegter Alexander Schmidt im Tor. Es sind ein paar bange Minuten zu überstehen, mit viel Herz und Einsatz sichern sich die Eisbären aber schließlich den Auswärtssieg und drei Punkte. Den Deckel drauf machen ein Empty-Net-Treffer in der Schlussminute von Wilfan und dann ein wuchtiger Schlagschuss von Widhalm zum Endstand von 4:1.
Tim Coffman: „Es war ein gutes Match, hier ist es nicht leicht zu spielen. Die Regular Season ist fast vorbei, da ist es mental nicht immer einfach. Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben die drei Punkte geholt, das ist immer gut. Die Jungs haben hart gespielt, wir spielen immer hart. Manchmal sollten wir noch etwas cleverer spielen, dann muss man auch nicht so hart kämpfen. Am Ende war es gut, dass wir gewonnen haben, gute Teams finden immer einen Weg, drei Punkte zu holen.“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Regular Season | SAISON 2025/2026 | Runde 35
HDD Jesenice vs. EK Zeller Eisbären 1:4 (0:1/1:1/0:2)
Di, 27.01.2026 | 19:00 Uhr, Športni park Podmežakla, Jesenice
Torfolge:
0:1 | 11.| HUARD Nicklas (PP1)
0:2 | 26.| HUARD Nicklas (EQ)
1:2 | 38.| SLIVNIK Luc (EQ)
1:3 | 60.| WILFAN Maximilian (EN)
1:4 | 60.| WIDHALM Leon (EN)
Foto: (c) Matias Demsar