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EISBÄREN GEWINNEN SPIEL 1

DO, 26.03.2026  |  22:40 Uhr

Was für eine Geduldsprobe in diesem ersten Halbfinalspiel gegen den HC Gröden! Die Gäste machen es den Zellern lange sehr, sehr schwer, mit einem späten Ausgleich von Jennes geht es aber in die Verlängerung. Dort ist Nick Huard der Goldtorschütze!

Draußen sorgt ein Wintereinbruch für frostige Stimmung, drinnen in der KE KELIT Arena geht es von Beginn an heiß her.

Im ersten Halbfinalspiel zwischen den Zeller Eisbären und dem HC Gröden gibt es kein Abtasten, beide Teams legen sofort mit offenem Visier los. Die Gäste kommen nach nur wenigen Sekunden mit einer einstudierten Bully-Variante zur ersten Möglichkeit. Doch auch die Eisbären sind gleich im Spiel, Sebastian Zauner bedient Rappold mit einem starken Pass, der ebenfalls für Gefahr sorgt. In der Anfangsphase geht es hin und her, beide Teams suchen konsequent den Weg nach vorne. Philip Putnik hat aus kurzer Distanz eine weitere gute Chance, insgesamt haben die Zeller etwas mehr Spielanteile, doch auch Gröden bleibt jederzeit gefährlich. Die erste Strafe der Serie trifft dann die Hausherren, eine recht harte, aber vertretbare Entscheidung. Zunächst verteidigt der EKZ solide, riskiert im Forecheck aber vielleicht einen Ticken zu viel. Gröden nutzt den Raum, kommt schnell ins Drittel und Moncada überrascht Alexander Schmidt mit einem Abschluss auf der kurzen Ecke – das 1:0 für die Gäste. Die Eisbären reagieren prompt, Rappold hat nach gut zwölf Minuten die große Möglichkeit auf den Ausgleich. In weiterer Folge zeigen sich die Südtiroler jedoch extrem kompakt. Gröden verteidigt geschickt, hat eine starke Raumaufteilung und gewinnt viele Zweikämpfe. Zell tut sich zunehmend schwer, sauber ins Angriffsdrittel zu kommen. Kurz vor der Pause haben sogar die Gäste die große Chance auf das 2:0, doch ein Schuss von Vozovik wird gerade noch von der Linie gekratzt. Insgesamt ein starkes Auswärtsdrittel der „Furie“, während bei den Eisbären etwas die Präzision fehlt.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts gibt es eine gute Druckphase von Zell am See. Gröden produziert mehrere Icings, und kommt kaum aus dem eigenen Drittel. Predan setzt sich stark an der Bande durch, über Szypula kommt die Scheibe zu Putnik – doch Goalie Endre ist zur Stelle. Nach einem hohen Stock gegen Nick Huard müssen die Gäste für vier Minuten in Unterzahl agieren. Die Eisbären kommen zu mehreren guten Möglichkeiten, allen voran Wilfan, der nach rund 40 Sekunden Powerplay nur an einer starken Parade von Endre scheitert. Trotz einiger weiterer Chancen bringt Zell die Scheibe nicht über die Linie. Auch in weiterer Folge bleibt das Spiel geprägt von vielen kleinen Ungenauigkeiten auf Seiten der Eisbären. Alex Lahoda hat nach rund 28 Minuten die bislang beste Chance auf den Ausgleich, verzieht jedoch knapp. Gröden agiert weiterhin sehr clever, steht defensiv kompakt und setzt nur gezielte Nadelstiche nach vorne. Eine der wenigen gefährlichen Szenen der Gäste im zweiten Drittel entschärft Schmidt (34.). So bleibt es auch nach 40 Minuten bei der knappen Führung für die Südtiroler. Die Eisbären tun sich gegen die disziplinierte Defensive schwer, ihr gewohnt druckvolles Spiel aufzuziehen. Es sind oft Kleinigkeiten, ein verspringender Puck, da ein Missverständnis dort, die sich aber aufsummieren.

Im Schlussabschnitt bietet sich zunächst ein bekanntes Bild: Rappold kommt erneut zur ersten guten Möglichkeit für die Eisbären, doch wieder ist bei Endre Endstation. Insgesamt beginnt aber die Uhr immer mehr zum Faktor zu werden. Zell läuft an, Gröden chippt die Scheibe konsequent aus dem Drittel, die Eisbären bauen neu auf – und das Spiel wiederholt sich über weite Strecken genau so. Die Hausherren investieren viel, kommen auch zu vereinzelten Chancen, schaffen es aber lange nicht, den ganz großen Druck zu erzeugen. Gröden bleibt seinem Stil treu, verteidigt diszipliniert und setzt immer wieder kleine Entlastungsangriffe. Nach rund 49 Minuten haben die Südtiroler sogar die bis dahin beste Möglichkeit im dritten Drittel auf das 2:0, doch Alexander Schmidt ist zur Stelle und hält seine Mannschaft im Spiel. Kurz darauf ergibt sich noch einmal eine große Gelegenheit, Powerplay für die Eisbären! Paul Reiner, der wieder mit dabei ist, muss dabei einiges einstecken, Coffman prüft Endre mit einem guten Abschluss und dann fehlen nur Zentimeter: Ethan Szypula trifft die Stange, das gibt’s doch nicht! Wenig später Aufregung in der KE KELIT Arena, nachdem ein Schuss von Devin Steffler im Tor vermutet wird, die Schiedsrichter entscheiden jedoch korrekt auf „no goal“. Dennoch ist spürbar: die Eisbären sind jetzt dran, der Druck wird größer. Wieder ein Angriff über mehrere Stationen, Blaz Tomazevic hinter dem Tor, sieht Jennes im Rückraum, der kommt mit viel Schwung, direkter Schlagschuss der Nummer 23 und das 1:1! Sofort ist die Halle wieder voll da, ein weiterer Treffer will aber nicht mehr gelingen, es geht in die Verlängerung.

Da kommen die Eisbären mit Schwung aus der Kabine. Spielverzögerung von Deluca, Powerplay EKZ. Da dauert es nicht lange – Schuss von Devin Steffler, Nick Huard fälscht ideal ab, das 2:1 Siegtor! Die Zeller feiern einen hart errungenen Auftaktsieg und gehen mit 1:0 in der Serie in Führung.

 

Alexander Lahoda: „Wir haben gewusst, sie stehen defensiv irrsinnig gut, halten sich gut an ihr System. Eigentlich haben wir gewusst was kommt, aber wir haben uns irrsinnig schwer getan so richtig ins Spiel zu kommen. Auch der Forecheck hat nicht so ganz funktioniert. Die haben das ganz clever gemacht. Ihr Torhüter ist auch sehr gut, er hat alles gehalten, was man halten kann. Aber ich denke es zeichnet eine gute Mannschaft aus, dass man trotzdem immer einen Weg findet zu gewinnen. Wir machen das das ganze Jahr über schon gut und speziell jetzt in den Playoffs zählt nicht mehr, dass man schön gewinnt, sondern nur, dass man gewinnt. Mit dieser Einstellung werden wir jetzt auch in die nächsten Spiele gehen. Schauen, dass wir sie weiterhin unter Druck setzen, mehr zum Tor kommen, Rebounds, ugly goals, dann bin ich optimistisch für die nächsten Spiele.“

 

ALPS HOCKEY LEAGUE | Playoffs Halbfinale | SAISON 2025/2026 | Spiel 1

EK Zeller Eisbären vs. HC Gröden 2:1 n.V. (0:1/0:0/1:0/1:0)

Do, 26.03.2026 | 19:30 Uhr, KE KELIT Arena Zell am See

 

Torfolge:

0:1 | 08.| MONCADA Luke (PP1)

1:1 | 57.| JENNES Christian (EQ)

2:1 | 61.| HUARD Nicklas (PP1)

ZS: 2021