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EISBÄREN MIT COMEBACKSIEG IM TOPSPIEL!

DO, 23.01.2025  |  22:20 Uhr

Ein Spitzenspiel das seinem Namen mehr als gerecht wurde! Jesenice und der EK Zeller Eisbären liefern sich 60 Minuten lang einen großartigen Schlagabtausch. Die Zeller sind 0:2 im Rückstand, drehen das Match aber noch auf 3:2 und gewinnen auswärts, beim Titelfavoriten aus Slowenien.

Der EKZ, weiterhin mit einigen Ausfällen, dafür mit Neuverpflichtung Devin Steffler im Lineup hält von Beginn an gut dagegen. Jesenice ist bestrebt früh Druck zu machen, die Defensivarbeit der Eisbären ist aber vorbildlich. Gute Zweikämpfe, viele geblockte Schüsse und schnelle Antizipation bei Pässen, bis auf wenige Ausnahmen kommen die Hausherren nur aus ungünstigen Winkeln oder aus größerer Distanz zum Abschluss. Überhaupt ist es das erwartete Spitzenspiel, beide Teams schenken sich nichts und das Spiel ist schnell und spielerisch auf hohem Niveau. Auch die Zeller haben einige Abschlüsse, Zan Us im Tor der Slowenen pariert aber gut. Hervorragend sind zudem die Forechecks, immer wieder erobert man Pucks, gegen die an sich so scheibensicheren und spielerisch exzellenten Slowenen. Brenzlig wird es zur Mitte des ersten Drittels, als Jesenice gut eine Minute doppelte Überzahl hat. Das Penaltykilling funktioniert aber hervorragend und so übersteht man diese heikle Phase unbeschadet. Die besten Chancen für den EKZ haben Robin Johansson, dem der Puck nach einem Rebound aber auf die falsche Schlägerseite kommt und Leon Widhalm der sich gut am linken Flügel durchgetankt hat. Jesenice hat rund drei Minuten vor der Pause die größte Torchance, nach einem Schuss aus kurzer Distanz, Max Zimmermann pariert glänzend. Mit einem gerechtem 0:0 geht es in die erste Unterbrechung.

Im zweiten Drittel übernehmen die Eisbären zunehmend das Kommando. Ein Lattentreffer nach nicht einmal zwei Minuten, Jesenices Torhüter Zan Us hätte sich in dieser Szene ordentlich verschätzt. Weitere Chancen für den EKZ, Widen schaltet schnell, weiter Pass auf Johansson, Schlagschuss von halblinks, sehr gut pariert vom Schlussmann der Slowenen. Eigentlich muss hier die Führung fallen, Rappold wird vor dem Tor von den Füßen geholt, Strafe angezeigt, das Spiel läuft noch weiter. Huard beweist tolle Übersicht, passt zum aufrückenden Widen, gute Position für einen Schuss, aber erneut hält Us bärenstark. Im Powerplay versucht es Putnik überraschend auf die kurze Ecke, wieder an die Torumrahmung. Auch nach dem Powerplay haben die Eisbären die Partie im Griff. Man hat zwar nicht mehr ganz so viele Torgelegenheiten wie in den Anfangsminuten, behält aber weitgehend die Spielkontrolle und lässt wenig zu. Artner fälscht eine Jennes Vorlage noch gefährlich ab, weiter nur 0:0. Erst gen Ende des Drittels kommen die Hausherren ein wenig auf und können sich erstmals in der offensiven Zone festsetzen. Prompt treffen die Slowenen zum 1:0. Drei Minuten vor der Pause überwindet Sturm Zimmermann auf der kurzen Ecke. Die Tore die man nicht schießt… Die Zeller sind wütend und wollen umgehend zurückschlagen. Artner ist nach Putnik-Hereingabe in der Mitte frei, scheitert aber einmal mehr an Us und Rappold hat eine gute Schussposition, verzieht aber. Es kommt noch schlimmer, nach einem Scheibenverlust in der offensiven Zone fährt Jesenice, Sekunden vor der Sirene, einen der wenigen Konter und kann auf 2:0 erhöhen. Mit diesem Nackenschlag geht es in die letzte Drittelpause. Die Eisbären sind hier besser, liegen aber zwei Tore hinten. Mit nur gut drei Linien gegen voll besetzte Hausherren wartet also eine Mammutaufgabe.

Im letzten Spielabschnitt startet Jesenice aktiver und hat die ersten Torgelegenheit, die größte pariert Zimmermann mit einer schönen Lateralbewegung. Eine Schlüsselszene dann, nach gut 44 Minuten. Jesenice im Angriff, die Eisbären können klären, ein Schuss von außerhalb der blauen Linie, ein anderer Spieler fälscht den Puck noch ab und die Scheibe ist im Tor. Das 3:0 zählt aber nicht, weil der Puck das Drittel bereits verlassen hat, somit Abseits. Die Slowenen schimpfen zu viel und bekommen eine Strafe für Kritik. Statt 0:3 also die Chance im Powerplay zu verkürzen. Widen schießt und Wilfan fälscht den Puck noch entscheidend ab, nur noch 1:2. Was für ein tolles Eishockeyspiel, das Momentum schwingt hin und her. Der EKZ nun natürlich mit Oberwasser. Ein zwei gegen eins Konter und eine Möglichkeit von Rappold, der aber noch ruppig am Abschluss gehindert wird. Hinten eine gute Verteidigung, mit einem Devin Steffler der bereits im ersten Match bestens integriert wirkt. Vorne folgt ein Angriff über Putnik, Pass auf den anderen Flügel, zu Artner, die hohe Hereingabe zu Berger und die Nummer 25 macht das einfach klasse. Er stoppt sich in der Vorwärtsbewegung den Puck aus der Luft herunter und haut ihn backhand ins Kreuzeck. Ein Treffer Marke Tor des Monats, wunderbar herausgespielt, sensationell abgeschlossen, und zudem der wichtige Ausgleich zum 2:2. Die Slowenen jetzt wieder dran, im Powerplay müssen die Eisbären bange Momente durchstehen, verhindern aber letztlich einen Gegentreffer. Dann ein Angriff des EKZ über rechts, Steffler chipt den Puck unangenehm aufs Tor, Us lässt prallen und der Kapitän steht genau richtig. Robin Johansson dreht die Partie endgültig, 3:2 für die Eisbären, fünf Minuten vor Spielende. Die Hausherren versuchen noch einmal alles, nehmen auch den Torhüter vom Eis. Die Zeller lassen sich aber die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, zeigen ein großartiges Comeback, viel Kampfgeist und entführen drei Punkte aus Slowenien.

 

Debütant Devin Steffler: „Ich habe mich gleich gut gefühlt, mit der Mannschaft. Das ganze Team und die Kollegen waren sehr nett und ich bin froh, dass wir den Sieg geholt haben.“

 

ALPS HOCKEY LEAGUE | Regular Season| SAISON 2024/2025 | Runde 34

SIJ Acroni Jesenice vs. EK Zeller Eisbären 2:3 (0:0/2:0/0:3)

Torfolge:
1:0 |37.| STURM Jaka (EQ)

2:0 |40.| SILLANPASA Santeri (EQ)

2:1 |45.| WILFAN Maximilian (PP1)

2:2 |51.| BERGER Hubert (EQ)

2:3 |55.| JOHANSSON Robin (EQ)

SR: Metzinger / Snoj