Die Eisbären haben morgen ein schweres Auswärtsspiel in Meran. Gegen die Südtiroler hat man die erste Begegnung verloren und will Revanche. Danach geht es gleich weiter nach Kroatien, wo am Montag der Tabellenzweite Sisak wartet.
Zell am See hat derzeit allen Grund, gute Laune zu haben. Derbysieg gegen Kitzbühel und gestern ein klarer Heimsieg gegen Gröden. Sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen und eine Tordifferenz von 11:2. Zudem lichtet sich langsam das Lazarett, und einige verletzte Spieler haben ihr Comeback gegeben.
Diese gute Stimmung möchte man halten, und das gelingt durch weitere Erfolge. Morgen geht es auswärts gegen Meran, einen Gegner, gegen den es oftmals sehr heiße Partien gibt. Auch das Hinspiel in Zell war so ein verrücktes Match. Nach 2:0 für die Eisbären drehten die Südtiroler das Spiel auf 4:2, der EKZ glich noch auf 4:4 aus, verlor aber im Penaltyschießen den Zusatzpunkt. Beim zweiten Aufeinandertreffen will man sich die verlorenen Punkte natürlich zurückholen.
Der HC Meran ist zwar derzeit nur Tabellenvorletzter, so eng wie es teilweise in der Tabelle ist, kann man mit ein paar Siegen in Folge auch schnell wieder nach oben klettern, zu Platz 9 fehlen etwa nur vier Punkte. Im letzten Spiel konnte man Asiago mit 5:2 besiegen. Immer für ein Tor gut sind die beiden Italiener Traverso (21 Torbeteiligungen) und Gellon (23 Torbeteiligungen), die die interne Scorerliste anführen. Der neue Kanadier Stefanson (2023/24 bei den Vienna Capitals) hat gut eingeschlagen und hält nach vier Spielen bei sechs Toren und zwei Vorlagen. Keeper Andreas Bernard hat jede Menge Erstligaerfahrung und zeigt immer wieder spektakuläre Saves. Ausbaufähig ist das Unterzahlspiel – 74,2 % sind der zweitschlechteste Wert der Liga.
Das trifft sich vielleicht gut, denn just das Powerplay war gestern ein Hauptgrund für den deutlichen Heimsieg der Eisbären. Vier von fünf Überzahlspielen konnte man in Tore ummünzen. Besonders glänzen konnte Tim Coffman, der im zweiten Spiel nach seiner Verletzungspause gleich drei Tore erzielte, einmal nur die Stange traf und auch noch zwei Treffer vorlegte. Auch Nick Huard (sechs Torbeteiligungen) war in seinem Element. Daran möchte man morgen natürlich anknüpfen, gleichzeitig kann man sich nicht ausschließlich aufs Powerplay verlassen. Auch im fünf gegen fünf und in Unterzahl muss man eine konzentrierte, engagierte Leistung an den Tag legen, um drei Punkte in Meran einfahren zu können.
Verteidiger Kele Steffler: „Ich bin froh, dass wir unser letztes Heimspiel vor Weihnachten mit einem Sieg abschließen konnten. Jeder im Team hat gut gespielt, besonders unser Torhüter und die Powerplayformationen. Auch das Penalty-killing war stark.
Jetzt haben wir zwei wichtige Spiele gegen Meran und Sisak. In beiden Partien müssen wir sehr diszipliniert sein und so spielen wie in den letzten zwei Spielen. Es wird nicht leicht, aber ich glaube, dass wir gute Chancen haben.“
Spielbeginn ist morgen um 19:30 Uhr. Die Eisbären werden nach dem Match in Meran gleich weiter nach Kroatien fahren und sich bei Zagreb auf das Aufeinandertreffen mit Sisak vorbereiten. Das mindert die Reisestrapazen und ermöglicht vollen Fokus auf dieses Spitzenspiel. Morgen fehlen wird Sebastian Zauner – in der Alps Hockey League wird man nach dem zweiten Fight automatisch für ein Spiel gesperrt. Christian Jennes, Bernhard Fechtig und auch Maximilian Egger kehren dafür ins Lineup zurück. Nico Uschan ist erkrankt und ist nicht mit dabei. Szypula fehlt weiterhin, und bei Tyler Cuma ist ein Einsatz fraglich.
Livestream zur Partie: valcome.tv.
ALPS HOCKEY LEAGUE | Regular Season | SAISON 2025/2026 | Runde 23
HC Meran/o vs. EK Zeller Eisbären 0:0 (-:-/-:-/-:-)
Sa, 20.12.2025 | 19:30 Uhr, Meranarena
SR: Piras/Virta