Der EKZ ist auch in der Master Round der Alps Hockey League weiter in großartiger Form und feiert den dritten Sieg im dritten Spiel. Gegen das kroatische Spitzenteam KHL Sisak zeigt man von Beginn an eine engagierte, clevere Leistung und fährt am Ende verdient drei Punkte ein!
Die Partie beginnt mit hohem Tempo. Sisak versucht von Beginn an, Druck aufzubauen, doch von einem möglichen Meisterkater bei den Zeller Eisbären ist nichts zu sehen. Die Gäste präsentieren sich sofort hellwach, halten körperlich dagegen und finden schnell ins Spiel. Nach etwa sechs Minuten kann Zell erstmals eine längere Druckphase aufziehen. Sowohl Zauner als auch Coffman mit einem Backhandschuss kommen zu guten Möglichkeiten. Mit Fortdauer des Drittels übernehmen die Eisbären zunehmend die Spielkontrolle, auch Putnik und Jennes erspielen sich gute Torchancen. Sisak hat nach dem flotten Start offensiv nur noch wenig zu melden, während Zell zu weiteren Möglichkeiten kommt – unter anderem Wilfan, der beinahe allein vor Rosandic auftaucht, sowie Widen mit einem gefährlichen Nachschuss. Eine Führung der Gäste wäre zu diesem Zeitpunkt bereits verdient. Die beste Chance des Drittels hat allerdings Sisak rund dreieinhalb Minuten vor der Pause, doch Schmidt reagiert überragend und verhindert, dass das Spiel auf den Kopf gestellt wird. In den Schlusssekunden wird Sisak noch einmal gefährlich. Insgesamt haben die Eisbären etwas mehr Spielanteile und die größere Anzahl an Chancen, die Hausherren haben aber ebenfalls ein paar richtig gute Möglichkeiten ausgelassen.
Im zweiten Drittel gelingt Sisak dann ein früher Treffer. Nach einem Zweikampf an der Bande wird Dobric in der Mitte aus den Augen verloren und verwertet den eigenen Rebound zur Führung. Zell zeigt sich davon jedoch wenig beeindruckt und sucht umgehend den Ausgleich, unter anderem durch Tomazevic und Putnik, während auch die Kroaten weiterhin aktiv bleiben. Die Partie entwickelt sich zu einem spannenden, ausgeglichenen Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nach rund zehn Minuten ist Sisak ganz knapp am zweiten Treffer dran.
Der Ausgleich fällt schließlich nach einer sehenswerten Kombination: Wilfan spielt einen Blindside-Pass auf Jennes, dessen Schuss aus guter Position Rosandic zunächst noch parieren kann. Tomazevic setzt jedoch nach, schießt die Scheibe von hinter dem Tor an den Torhüter, von dem sie schließlich ins Tor prallt. Nur eine Minute später folgt der Doppelschlag der Eisbären. Paul Schmid setzt sich mit einer starken Einzelleistung durch, kurvt durch das halbe Angriffsdrittel, ist nicht vom Puck zu trennen und schließt schließlich scharf und platziert zur Führung ab, 2:1. Die größte Ausgleichschance für die Kroaten gibt es rund zwei Minuten vor der Pause, als Schmidt bereits am Boden liegt, der Nachschuss jedoch in letzter Sekunde heroisch geblockt wird.
Zu Beginn des dritten Drittels hat Sisak eine starke Phase und setzt die Eisbären früh unter Druck. Zell gerät mehrfach in höchste Not, kann den Ausgleich jedoch verhindern. Danach übernimmt der EKZ wieder mehr Spielkontrolle und spielt die Führung, wie schon so oft in dieser Saison, sehr geschickt herunter. Offensiv setzen die Zeller immer wieder Nadelstiche, attackieren früh und lassen dadurch keine längeren Druckphasen der Hausherren zu. In der 52. Minute trägt Rappold den Puck stark nach vorne, seine Mitspieler gerade wechseln. Dobric kann zwar klären, doch Tomazevic antizipiert schnell und trifft mit einem ansatzlosen Schuss zum 3:1. In weiterer Folge zeigen die Eisbären eine gute Defensivleistung, zudem lässt Torhüter Alexander Schmidt keine Schwäche erkennen. Insgesamt ist es eine souveräne, reife Vorstellung der Zeller Eisbären. Sisak kommt zwar vereinzelt noch zu Chancen, doch es entsteht nie das Gefühl, dass die Gäste die Partie noch aus der Hand geben könnten. Auffällig ist zudem, dass auch nach 60 Minuten keine Strafe ausgesprochen wird. Die ausgezeichneten Schiedsrichter lassen das Spiel laufen und suchen keine Vergehen, wo keines ist. Die Partie ist hart geführt, aber keineswegs unfair und zeichnet sich durch einen guten Spielfluss aus. Am Ende wird es nicht mehr spannend, die Eisbären bringen den Zwei-Tore-Vorsprung kontrolliert über die Zeit und bleiben in der Master Round weiterhin makellos.
Doppeltorschütze Blaz Tomazevic: „Wir sind solide in die Partie gestartet, beide Teams hatten ihre Chancen. Nach dem 0:1 haben wir einen Weg zurück gefunden und mit der Führung im Rücken war es dann leichter. Ich denke es war nicht unser allerbestes Spiel, aber am Ende haben wir gewonnen und das ist das wichtigste.“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Master Round | SAISON 2025/2026 | Spiel 3
KHL Sisak vs. EK Zeller Eisbären 1:3 (0:0/1:2/0:1)
Di, 17.02.2026 | 19:30 Uhr, Ledena Dvorana Zibel
Torfolge:
1:0 | 22.| DOBRIC Patrik (EQ)
1:1 | 32.| TOMAZEVIC Blaz (EQ)
1:2 | 33.| SCHMID Paul (EQ)
1:3 | 52.| TOMAZEVIC Blaz (EQ)
ZS: 1582