Ein eisbärenstarker Auftritt des EKZ, beim schweren Auswärtsspiel gegen die Rittner Buam. Die Eisbären zeigen ein blitzsauberes Match, spielen mannschaftlich geschlossen stark und kämpfen bis zur letzten Minute. Der verdiente Lohn: drei Punkte und damit weiterhin die Tabellenführung in der Master Round.
Es sind sehr gute Anfangsminuten der Eisbären mit viel Druck und Abschlüssen. Ohne McLeod, Johansson, Kropiunig, Piuk, Flick (krank) und Altmann, Cuma (verletzt), zeigt man sich hier von Beginn an sehr präsent und hält voll mit. Ein Powerplay von Ritten wird unbeschadet überstanden und nach gut 10 Minuten gibt es die bis dahin größte Chance des Spiels, nachdem Berger einen Aufbaupass abgefangen hat, noch auf Widen ablegt und die Nummer 97 aus kurzer Distanz zum Abschluss kommt. Furlong im Tor der Hausherren kann jedoch parieren. Auf der Gegenseite hat Spinell die beste Gelegenheit für die Südtiroler, trifft aber nur die Querlatte. Insgesamt ist es ein relativ ausgeglichenes Spiel, immer wieder gefällige Kombinationen der Eisbären, Ritten spielt aber auch gut und ist vor allem in den Zweikämpfen gewohnt robust. Bereits in den Schlussminuten des ersten Spielabschnitts, die heute ausgezeichnete Linie um Artner und Stiegler mit dem Forecheck u.a. gegen Insam. In Bedrängnis können die Hausherren den Puck nicht ordentlich herausspielen, die Scheibe kommt zu Leon Widhalm der gleich schießt und seinen eigenen Rebound mit der Backhand ins Kreuzeck verwertet. Die Führung hält aber nicht lang, in der Schlussminute spielt Ritten einen guten Angriff, die Zeller sind etwas zu weit weg, vom Mann und Lobis kann mit einem wuchtigen Schuss den Ausgleich erzielen. Spielstand nach den ersten 20 Minuten: ein leistungsgerechtes 1:1.
Die Eisbären sind auch im zweiten Drittel voll bei der Musik dabei. Gute Spielzüge bei eigenem Scheibenbesitz, aber auch exzellent getimtes Forechecking. Selbst ein Spitzenteam wie die Rittner Buam, mit ihren spielerischen Möglichkeiten, hat immer wieder große Probleme sich aus der eigenen Zone zu befreien, einfach weil die Gäste hier so gut andrücken. Auch ein weiteres Unterzahlspiel übersteht der EKZ. Man kann die Eisbären wirklich nur loben, der Einsatz ist schlicht top. Schüsse werden geblockt, man spielt sehr laufintensiv und in den Zweikämpfen hält man körperlich voll dagegen. Die Südtiroler sind ein wenig frustriert, so kommt es etwa zu einem Faustkampf zwischen Zells Lindner und Rittens Öhler. Vorausgegangen ist ein Rappold Check an Soracreppa. Die „Buam“ revanchieren sich durch ihren Kapitän Kostner, der einen harten Check gegen Lahoda anbringt, der Zeller kann anschließend nicht weiterspielen. Hier wird sich nichts geschenkt, es wird um jeden Centimeter gekämpft. Torchancen gibt es auch einige. Manuel Öhler für Ritten und zweimal Koschek für die Pinzgauer haben die besten. Dann das erste Powerplay für die Eisbären. Ritten blockt zwar einige Schüsse, ein, zwei Spieler sind dadurch aber sichtlich angeschlagen, finden allerdings keine Zeit zu wechseln. Die Zeller bleiben dran, über Umwege kommt die Scheibe zu Jennes, der aus schwierigem Winkel noch einen großartigen Schuss ins kurze Kreuzeck unterbringt. Die „Buam“ sind um den schnellen Ausgleich bemüht, es gibt eine 2+2 Minuten Strafe gegen den EKZ, ca. vier Minuten vor Drittelende. Zunächst durchaus bange Momente, dann verspringt einem Südtiroler jedoch der Puck. Artner schaltet schnell und startet den Konter in Unterzahl. Er legt ab auf Wilfan und mit einem Onetimer stellt der Routinier auf 3:1. Das Powerplay läuft noch weiter und Ritten kann, wie schon im ersten Drittel, genau 57 Sekunden vor der Pause einen Treffer erzielen. Insam nutzt einen Rebound und verkürzt auf 2:3.
Im letzten Spielabschnitt ist der amtierende Meister der Alps Hockey League sehr bemüht den Ausgleich zu erzielen, Zell hält mit vollem Einsatz dagegen. Kostner ist zweimal brandgefährlich beide male kann der heute bestens aufgelegte Max Zimmermann parieren. Obschon man sich nicht komplett hinten rein drängen lässt, haben die Eisbären viel Defensivarbeit zu verrichten. Diszipliniert und trotzdem zugleich konsequent verteidigt man gut und schafft vorne immer mal wieder Entlastungsangriffe. Da es wenig Unterbrechungen gibt, verrinnen die Minuten, der EKZ spielt es clever herunter. Natürlich kann man eine Mannschaft wie Ritten nicht komplett ausschalten, sie haben schon die ein oder andere Ausgleichschance, scheitern im Zweifelsfall aber an Max Zimmermann. Selbst mit dem sechsten Feldspieler, gelingt den Südtirolern kein Treffer mehr. Die Eisbären zeigen eine mannschaftlich geschlossen starke Vorstellung, kämpfen bis zur letzten Minute, holen erstmals in Ritten drei Punkte und bauen die Tabellenführung in der Master Round aus.
Verteidiger Devin Steffler: „Das Auswärtsspiel heute war super von uns gespielt. Wir haben ein gutes Penaltykilling gezeigt und ein Powerplaytor gemacht. Wir haben es über 60 Minuten durchgezogen und einen wichtigen Sieg geholt.“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Master Round| SAISON 2024/2025 | Runde 2
Rittner Buam vs. EK Zeller Eisbären 2:3 (1:1/1:2/0:0)
Torfolge:
0:1 |18.| WIDHALM Leon (EQ)
1:1 |20.| LOBIS Alan (EQ)
1:2 |34.| JENNES Christian (PP1)
1:3 |38.| WILFAN Maximilian (SH1)
2:3 |40.| INSAM Marco (PP1)
SR: Egger / Lazzeri