zurück

EISBÄREN SIEGEN IN OVERTIME!

DI, 11.02.2025  |  02:15 Uhr

Im ersten Spiel der Master Round gegen den HDD Jesenice zeigen die Eisbären einmal mehr bärenstarken Kampfgeist und feiern einen beeindruckenden Comeback-Sieg. Die ersten beiden Drittel bleiben die Zeller noch torlos, lassen sich aber nicht entmutigen und drehen im dritten Drittel das Spiel. Auch wenn die Slowenen noch einmal ausgleichen können, schlägt Christian Jennes in der Overtime, sieben Sekunden vor Schluss, eiskalt zu und macht damit den Sieg perfekt.

Der EKZ, heute wieder mit Daniel Ban und Neuzugang Kele Steffler startet engagiert in die Partie und Torgelegenheiten. Jesenice präsentiert sich ebenfalls stark und erspielt sich ihrerseits Chancen. Das Spiel ist auf gutem Niveau, auffällig ist, wie schwer die Gäste vom Puck zu trennen sind, obwohl die Eisbären mit ordentlich Körper in die Zweikämpfe gehen. Nach einem Scheibenverlust in der Angriffszone mach Ex-Eisbär Koblar das Spiel ganz schnell, zieht über den rechten Flügel nach vorne und verwertet dann seinen eigenen Rebound zum 1:0 für die Gäste. Insgesamt ist es ein ausgeglichenes Match, nach 20 Minuten führen aber die Slowenen.

Das zweite Drittel beginnt noch flott, es geht hin und her und beide Mannschaften spielen gutes Eishockey. Nach einer großen Chance von Stiegler und anschließender Rauferei kippt das Spiel aber irgendwie und verkommt zur Strafenorgie. Beide Seiten nun teilweise in Unterzahl, teilweise im Powerplay. Ziemlich zerfahren, eines bleibt aber gleich: die Eisbären bringen die Scheibe, trotz guter Gelegenheiten, nicht ins Tor. Besser machen das die Slowenen, die eines der unzähligen Powerplays nützen und eine starke Kombination mit dem 2:0 krönen. Frust dagegen auf der anderen Seite, teilweise will man die Scheibe zu sehr ins Tor tragen, teilweise versucht man es mit Gewaltschüssen, dann funktionieren aber die Rebounds nicht, oder die Scheibe verspringt. Nick Huard wird von den Schiedsrichtern sogar des Spieles verwiesen.

Die Strafenflut scheint sich auch im dritten Drittel fortzusetzen. Berger muss für einen Allerweltszweikampf gleich für vier Minuten auf die ohnehin überfüllte Strafbank. Es läuft alles gegen die Eisbären. Viele Strafen, der Puck will nicht ins Tor und ein abgebrühter Gegner. Doch die Cracks von Marcel Rodman zeigen einmal mehr unglaubliche Moral und Kampfgeist. Rund zehn Minuten vor Spielende verkürzt Fredrik Widen auf 1:2. Der EKZ bleibt dran und nach einer Kombination über Berger und Neuzugang Kele Steffler überwindet Rappold Zan Us– der Ausgleich! Damit nicht genug, eine Minute vor Spielende dreht McLeod die Partie endgültig und netzt sehenswert zum 3:2. Ein kleiner Schönheitsfehler: Jesenice gelingt noch der Ausgleich zum 3:3. Doch auch in der Overtime sind die Eisbären besser. Eine gute Kombination über Ban und Devin Steffler wird schließlich sieben Sekunden vor Spielende von Christian Jennes verwertet. Der Heimsieg ist perfekt, die Eisbären drehen eine harte Partie und starten standesgemäß in die Meisterrunde.

 

Siegtorschütze Christian Jennes: „Es war ein eigenartiges Spiel, viele Strafen, zuerst gegen Jesenice, da haben wir die Powerplays nicht genutzt. Sie sind in Führung gegangen, dann umgekehrt, wir viele Strafen, viele davon gekillt. Drittes Drittel war dann wieder gutes Eishockey, ich glaube auch, dass wir die ersten zwei Drittel noch ein wenig müde waren, von der Finalserie. Aber dann haben wir uns gut zurückgekämpft und haben uns die Partie in der Verlängerung geholt.“

 

ALPS HOCKEY LEAGUE | Master Round| SAISON 2024/2025 | Runde 1

EK Zeller Eisbären vs. HDD SIJ Acroni Jesenice 4:3 n.V. (0:1/0:1/3:1/1:0)

Torfolge:
0:1 |07.| KOBLAR Gregor (EQ)

0:2 |36.| SILLANPAA Santeri (PP1)

1:2 |50.| WIDEN Fredrik (EQ)

2:2 |52.| RAPPOLD Kilian (EQ)

3:2 |59.| McLEOD Matt (EQ)

3:3 |60.| SLIVNIK Luc (EQ)

4:3 |65.| JENNES Christian (EQ)

SR: Meixner / Widmann

ZS: 1611