Wie bereits heute Mittag berichtet, musste Tyler Cuma einen herben Rückschlag, betreffend der Genesung seiner Unterkörperverletzung hinnehmen und wird frühestens, sofern alles gut läuft, während der Play Offs in den Kader von Marcel Rodman zurückkehren können. Noch dazu wird Mario Altmann mit seiner Oberkörperverletzung die gesamte Masterround über ausfallen. Mit den beiden fehlen uns für die nächsten Wochen somit zwei defensiv sehr starke Spieler, die in der Kabine aber auch am Eis sehr wichtig für Marcel Rodman sind. Aus diesem Grund haben sich die Eisbären Verantwortlichen gemeinsam mit dem Trainerteam, dazu entschieden, noch einmal aktiv zu werden und mit Kele Steffler einen weiteren Verteidiger der Innsbrucker Haie in den Pinzgau zu lotsen.
Wie Bruder Devin, wurde auch Kele in Durango Colorado geboren. Mit 185 cm und 85 kg bringt auch der ältere der Steffler Brüder physische Gardemaße für einen Verteidiger mit sich. Bereits beim KAC, aber speziell in den letzten beiden Jahren bei Innsbruck hat sich Steffler zu einem absoluten Stammspieler und Leistungsträger in der ICEHL entwickelt.
Im November 2017 zum KAC gewechselt zählte er prompt zum Stammpersonal in der AHL. Nach seinem Debüt im A-Nationalteam (April 2018) und insgesamt drei Spielzeiten in der Alps Hockey League avancierte der in den USA geborene Abwehrspieler in der Saison 2020/21 zum fixen Bestandteil der Kampfmannschaft der Rotjacken, mit der er sich am Ende des Spieljahrs zum ICE Hockey League Champion kürte. Für die Lindwurmstädter stand er bis zur Saison 2022/23 am Eis (144 ICEHL, 96 AlpsHL & 6 CHL Partien), ehe er in der darauffolgenden Saison an den Inn wechselte. Für die Haie absolvierte er weitere 81 Spiele in der höchsten österreichischen Spielklasse, sowie 7 weitere CHL Partien.
DATEN CHECK
Kele absolvierte heuer 35 Spiele für den HCI in der win2day Ice Hockey League. In diesen gelangen ihm 3 Assist. Insgesamt stand er heuer bereits 555,08 Minuten in Österreichs höchster Spielklasse am Eis. Im Schnitt kam er in den letzten 10 Spielen auf 16:51 Minuten Eiszeit pro Partie.
WERDEGANG
Kele Steffler wurde im September 1998 in Durango Colorado geboren. Bei den Thunderbirds begann er mit dem Eishockeysport. 2014 wechselte er erstmals nach Österreich. Für die Okanagans absolvierte er drei Jahre in der heimischen Erste Bank Youngstars League, ehe er zur Saison 2017/18 beim österreichischen Rekordmeister anheuerte. Für den KAC absolvierte er 144 Spiele in der Ice Hockey League (1Tor/8 Assists), sowie 96 Alps Hockey League Spiele (3Tore/28 Assists). In den letzten beiden Jahren stand Kele für die Innsbrucker Haie am Eis und absolvierte weitere 81 ICEHL Spiele. Auch in der Champions Hockey League (CHL) bestritt Steffler bereits 13 Spiele (1 Tor/ 2 Assists) mit dem KAC und dem HCI.
Eisbären Headcoach Marcel Rodman: „Aufgrund der vielen Fragezeichen einiger verletzter Spieler haben wir uns alle gemeinsam dazu entschieden, neben Devin auch noch Kele von Innsbruck nach Zell am See zu holen. Kele hat sich in den letzten Jahren zum ICEHL Stammspieler entwickelt. Er wird uns in der heißen Phase zusätzliche Stabilität geben und die Defense verstärken.”
Eisbären Geschäftsführer Patrick Schwarz: „Die unerwartete Hiobsbotschaft rund um Tyler Cuma - dessen Rückkehr spätestens nach dem ÖM-Finale geplant war - sowie die Tatsache, dass wir bis zu den Playoffs nahezu wöchentlich drei Spiele bestreiten, haben uns veranlasst, unser Team noch einmal gezielt zu verstärken. Unser Anspruch bleibt es, defensiv auf dem hohen Niveau der letzten Monate zu agieren, wofür eine entsprechende Kaderbreite essenziell ist. Die Masterround und die Playoffs werden noch intensiver: Schussblocks die Spielentscheidend sein können, harte Zweikämpfe, lange Busfahrten und ein Spielrhythmus im Zwei-Tages-Takt fordern die Spieler körperlich bis an die Grenzen. Da unvorhersehbare Situationen jederzeit eintreten können, ist vorausschauendes Handeln unerlässlich. Mit Kele gewinnen wir nicht nur einen stabilen Verteidiger, sondern auch einen charakterstarken Spieler für unser Team, der sich am Eis für unsere Organisation zerreißen wird.“
Neo-Eisbär Kele Steffler: „Ich freue mich riesig, dass ich die Saison in Zell am See zu Ende spielen kann. Ich habe von meinem Bruder Devin nur positives über die Stadt und die gesamte Organisation gehört und werde alles geben damit wir Erfolg haben können in dieser Saison.“
Kele ist bereits in Zell am See eingetroffen. Sofern mit den Anmeldeformalitäten alles funktioniert, sollte Steffler bereits morgen gegen Jesenice sein Debüt feiern. Kele wird in Zell am See die Rückennummer #14 tragen. Mit der Verpflichtung von Kele Steffler reagiert der Verein kurz vor Transfer-Schluss auf die Verletzungen von Tyler Cuma und Mario Altmann.