Sehr starke Eisbären dominieren die Partie gegen den EC Bregenzerwald über weite Strecken, und lassen den Gästen lange Zeit wenig Spielanteile. Taktisch hervorragend eingestellt und hochkonzentriert erspielt man sich eine 3:0 Führung und bringt letztendlich verdient den ersten Sieg in dieser Serie unter Dach und Fach.
Prickelnde Atomsphäre, in der KE KELIT Arena, man spürt – es ist Playoff-Time. Unterstützt von einigen mitgereisten Fans, tuen sich die Gäste aus Vorarlberg schwer echten Zugriff auf die Partie zu bekommen, die Eisbären treten von Beginn an sehr dominant auf, ohne aber hinten zu große Risiken einzugehen. Rappold hat die erste ganz große Chance, als ein Wälder Verteidiger ausrutscht und er zu einem Breakaway kommt, Widhalm, im Tor der Gäste kann aber parieren. Tschofen zieht auf der Gegenseite gut in die Mitte, findet seinen Meister aber in Zimmermann. Der EKZ behält die Spielkontrolle, und spielt das taktisch exzellent, keine Sekunde hat man hier das Gefühl, als hätten die Eisbären nicht alles unter Kontrolle. Die Verteidigung steht hervorragend und vorne gibt es immer wieder Chancen. Erneut Rappold, nach einem sehr guten Spielzug, Johansson oder Putnik aus kurzer Distanz, das Tor will noch nicht gelingen, die Spielanlage passt aber. Die einzig gute Chance für die Wälder hat Tschofen, rund sechs Spielminuten vor der Drittelpause. Das Match hat eine gesunde Playoff-Härte, die Schiedsrichter lassen viel laufen. Zum Drittelende hin spürt man, dass sich die Eisbären noch unbedingt für diesen starken Auftritt belohnen wollen und erhöhen noch einmal die Schlagzahl. Dreieinhalb Minuten vor der Pause eine Mehrfachchance für die Linie um Huard, Johansson und Neuzugang Predan, der Puck will vorerst noch nicht ins Tor. Eine Minute später ist es dann aber soweit. Der bärenstarke Rappold behauptet großartig die Scheibe, skatet durch das Angriffsdrittel und behält auch noch die Übersicht den, am rechten Flügel, freistehenden Devin Steffler zu sehen. Pass auf den aufgerückten Verteidiger und mit einem tollen Schuss aus spitzem Winkel schießt die Nummer 2 die Eisbären zur 1:0 Führung. Der EKZ nimmt den Schwung mit und bleibt dran. Huard sieht Fechtig und der nächste Verteidiger mit einem sehr sehenswerten Tor. Ein platzierter Schuss zum 2:0. Ein ganz ganz starkes Drittel der Eisbären, die hier nach 20 Minuten überhaupt nichts anbrennen lassen und hochverdient mit 2:0 führen.
Piuk und Artner haben im Mittelabschnitt die ersten Abschlüsse, Widhalm pflückt die Schüsse aber schön herunter. Wempe hat eine Möglichkeit für den EC Bregenzerwald die dann eine gute Phase haben. Die Antwort der Eisbären erfolgt durch Nick Huard, der mit seiner Magie einmal mehr die Fans entzückt und das nächste Traumtor erzielt. Leichtfüßig umkurvt er gleich mehrere Wälder und schiebt zum 3:0, in Minute 28 ein. Erstes Powerplay EKZ, gleich für vier Minuten. Jennes verpasst den Rebound nach einem Widen Kracher und Berger kommt zu einem Nachschuss aus spitzem Winkel. Widhalm kann aber gut parieren und trotz gefälliger Kombinationen gelingt kein weiterer Treffer. Quasi im Gegenzug dann Unterzahl für die Eisbären, Max Zimmermann ist auf seinem Posten. Die Offensivbemühungen der Vorarlberger werden schließlich dennoch belohnt, Fadyeyev mit einem sehr platziertem Schuss, der via Innenstange rein geht. Pausenstand nach 40 Minuten: 3:1 für den EKZ.
Der Schlussabschnitt startet mit einem stürmischen Beginn beider Mannschaften. Bei den Wäldern prüft unter anderem Lipsbergs Max Zimmermann und der auffällige Fadyeyev kann einen der wenigen der wenigen Fehler im Spielaufbau beinahe zum 2:3 nützen, erneut ist aber beim Zeller Torhüter Endstation. Es folgt ein weiteres Unterzahlspiel der Pinzgauer, kommen die Gäste hier noch zurück ins Spiel? Nein, die Eisbären überstehen erst die Strafzeit und erlangen danach wieder weitgehend die Spielkontrolle. Gemäß dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung beschäftigt man die Wälder gut in deren Zone. Jennes, Wilfan oder Artner haben Möglichkeiten, die Vorarlberger werden zumeist gut vom eigenen Tor ferngehalten. Ungefähr sieben Minuten vor Spielende trifft Christian Jennes nur die Stange. Etwas entgegen der bisherigen Linie schicken die Schiedsrichter Max Wilfan für ein minimales Vergehen noch einmal auf die Strafbank, es sind noch drei Minuten zu spielen. Der EC Bregenzerwald riskiert natürlich und zieht den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers. Sechs gegen vier Überzahl also, in der Schlussphase der Partie. Es sind noch ein paar heiße Szenen dabei, Lebeda ist etwa brandgefährlich. Mit vereinten Kräften und einem exzellenten Max Zimmermann im Tor lässt man aber keinen weiteren Treffer zu und sichert sich den ersten Sieg in der best-of-seven Serie.
Stürmer Kilian Rappold: „Ich muss sagen, es war eine sehr gute Mannschaftsleistung, es hat jeder im Team für den anderen gekämpft. Beim Assist hatte ich, glaube ich, gute Übersicht, habe Devin gesucht und dann ein sehr gutes Finish von ihm. Am Dienstag müssen wir noch kaltschnäuziger werden, vor dem Tor, unsere Chancen reinmachen und dann steht uns nicht im Weg.“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Playoffs| SAISON 2024/2025 | Viertelfinale Spiel 1
EK Zeller Eisbären vs. EC Bregenzerwald 3:1 (2:0/1:1/0:0)
Torfolge:
1:0 |18.| STEFFLER Devin (EQ)
2:0 |19.| FECHTIG Bernhard (EQ)
3:0 |28.| HUARD Nicklas (EQ)
3:1 |37.| FADYEYEV Yevgen (EQ)
SR: Brock / Huber
ZS: 2009