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EISBÄREN NACH CHANCENWUCHER MIT FINALNIEDERLAGE!

SA, 08.02.2025  |  22:50 Uhr

Glücklose Eisbären haben im Finalrückspiel mehr als genug Torchancen um die Serie noch zu drehen, bringen den Puck aber einfach nicht ins Tor. Deutlich effizienter sind die Kitzbüheler Adler, die eine ihrer wenigen Möglichkeiten nutzen und mit einem Empty-Net-Treffer den Deckel drauf machen.

In einem zum Bersten gefülltem Kitzbüheler Sportpark, werden die Eisbären von rund 300 mitgereisten Fans sensationell unterstützt und sehen sich anfangs enorm hoch anpressenden Adlern ausgesetzt. Dementsprechend gehört der erste Torschuss auch den Hausherren. Körperlich hält die Truppe von Marcel Rodman voll dagegen und auch spielerisch findet man gute Lösungen gegen den Kitzbüheler Forecheck. Die erste wirklich große Chance der Partie hat Christian Jennes, nach gut drei gespielten Minuten und einer Kombination über Huard und McLeod. Zur Mitte des Drittels gibt es relativ wenig Torchancen, die Intensität bleibt zwar hoch, beide Mannschaften neutralisieren einander aber. Leon Widhalm hat schließlich die nächste große Chance für den EKZ, nach knapp 10 gespielten Minuten und bei einem Egger-Schuss muss Alexander Schmidt sein ganzes Können zeigen. Nach etwas Scheibenglück gibt auch Adler Stürmer Maxa Zimmermann, im Tor der Eisbären, eine Bewegungsaufgabe. Kurz danach noch einmal die Tiroler in der Offensive, gute Schussposition, aber ein eher harmloser Abschluss. Auf der Gegenseite hat Rappold, nach einem feinen Haken, eine Chance für die Zeller. Kitzbühel hat, rund sieben Minuten vor Drittelende, ihre beste Phase und kann sich kurzzeitig in der Angriffszone festsetzen. Der EKZ kontert mit zwei gefährlichen Fernschüssen von Widen, einmal ist die Scheibe frei im Torraum, die Adlerverteidiger blockieren aber gut den Rebound. Lindner mit einem Blueliner an die Querlatte, Riesenpech für die Zeller! Die Eisbären sind hier etwas besser, der Spielstand nach den ersten 20 Minuten aber noch 0:0.

Im zweiten Drittel legt der EKZ noch einmal einen Zahn zu. Ein erster Bigsave von Adler Torhüter Alexander Schmidt, nach eineinhalb Minuten, nach deren drei muss er erneut parieren. Gleich eine gute Druckphase der Zeller, Kitzbühel kann sich kaum befreien, setzt anfangs aber noch vereinzelt Gegenangriffe, die durchaus gefährlich sind, plötzlich kommt etwa DeLuca zum Abschluss. Insgesamt dominieren hier aber die Eisbären. Powerplayartiges Druckspiel, ausschließlich in der Angriffszone. Man versucht hier alles, Fernschüsse, Rebounds, Kombinationen, immer wieder ist aber bei Alex Schmidt Endstation. Die Adler bekommen die Scheibe minutenlang nicht aus dem eigenen Drittel, haben teilweise gar keinen Zugriff auf das Spiel und können sich nur durch Icings temporär befreien. Aber es nützt nichts, trotz Chancen en masse will der Puck einfach nicht ins Tor. Der Kasten von Schmidt ist wie zugenagelt. Es kommt wie es kommen muss und      der Chancenwucher wird bestraft. Kitzbühel mit dem ersten Angriff seit einer Ewigkeit und prompt treffen die Hausherren zum 1:0, kurz vor der Drittelpause. Eine Lehrstunde in Sachen Effizienz. Noch einmal eine Riesenchance für den EKZ, aber es bleibt dabei – kein Treffer für Zell am See. Die Torschussstatistik in diesem Drittel, 3:22 für die Pinzgauer, spricht Bände.

Im Schlussabschnitt findet Kitzbühel wieder besser in die Partie und haben auch die erste große Chance. Die Eisbären geben sich trotz allem nicht auf, Fechtig setzt ein erstes Ausrufezeichen und Lahoda probierts von rechts. Nach einer strengen Strafe gegen den EKZ, kommt es noch dicker, als auch Widen auf die Strafbank muss und man sich etwa eine Minute lang in doppelter Unterzahl wiederfindet. Obwohl die Adler nicht wirklich gefährlich sind, so dreht sich doch wieder das Momentum und es laufen wertvolle Sekunden von der Uhr, bis man wieder vollzählig ist. Die Eisbären, obschon bis zur letzten Sekunde kämpfend, finden nicht mehr zur bisherigen Dominanz. Marcel Rodman lässt nichts unversucht und nimmt bereits sechseinhalb Minuten vor Spielende Zimmermann zugunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Tor. Dazu dann auch noch das erste Powerplay, wieder gibt es Einschussmöglichkeiten, gefährliches Gestochere vor dem Tor von Schmidt, aber es bleibt dabei. Bis zuletzt feuern die Zeller aus allen Rohren, Treffer gelingt ihnen heute keiner. Zwei Minuten vor Spielende das Empty-Net-Tor zum 2:0 Endstand. Kitzbühel holt sich mit einem Gesamtscore von 5:1 den Titel des österreichischen Meisters in der Alps Hockey League.

 

Eisbärenstürmer Alexander Lahoda: „Verlieren tut natürlich immer weh. Aber wir können trotzdem stolz sein, auf die heutige Leistung. Speziell im zweiten Drittel haben wir das beste Eishockey gezeigt, in diesem Jahr und darauf müssen wir aufbauen. Wenn wir so spielen, wie im zweiten Drittel, dann gibt es nicht viele Teams, die uns schlagen können. Natürlich müssen wir Tore schießen, das liegt auf der Hand. Ich muss auch sagen, Alexander Schmidt war unglaublich, das war wahrscheinlich die beste Goalie-Leistung die ich je live gesehen habe.

Jetzt gilt es das abzuhaken, die positiven Sachen mitnehmen, ein zweiter Platz tut immer wehr, aber trotzdem – jetzt voller Fokus auf die Zwischenrunde und dann um den Titel in der Liga spielen.“

 

ALPS HOCKEY LEAGUE | Österreichische Meisterschaft| SAISON 2024/2025 | Finale Spiel 2

EC die Adler Kitzbühel vs. EK Zeller Eisbären 2:0 (0:0/1:0/1:0)

Torfolge:
0:1 |39.| LIPPITSCH Jakob (EQ)

0:2 |59.| DeLUCA Anthony (EN)

SR: Hlavaty / Voican

ZS: 1250 (ausverkauft)