Der EK Zeller Eisbären reagiert auf den tragischen Unfall von Adam Johnson. Die Sicherheit der eigenen Spieler steht an oberster Stelle und dementsprechend werden die Eisbären bereits beim nächsten Meisterschaftsspiel in Sterzing (16.11.) mit einem Halsnackenschutz auflaufen.
Die Tragödie im britischen Eishockey - Adam Johnson verstarb durch eine Schlittschuh-Verletzung am Hals - hat die Eishockeywelt erschüttert.
Im internationalen, wie auch im österreichischen Eishockey gibt es Diskussionen, um derartigen Unfällen in Zukunft vorbeugen zu können. Letztes Wochenende gab es eine Besprechung des IIHF Medical Committee zu dieser Causa. Die Ligaführung der ICE Hockey League und Alps Hockey League hat eine „starke Empfehlung“ ausgesprochen Hals-Nackenschutz und schnittfeste Unterbekleidung zu tragen. Damit ist der Prozess jedoch nicht beendet. Die Einführung einer Tragepflicht wird explizit als weitere Möglichkeit genannt. In Abstimmung mit den Herstellern gibt es Materialtests um Qualität, Sicherheit und Haltbarkeit zu eruieren. Weitere Updates sollen, nach Abstimmung mit dem medizinischen Komitee und der Ligaführung, folgen.
Unabhängig davon befasst sich auch der EK Zeller Eisbären sich intensiv mit dem Thema. Die Sicherheit und Gesundheit der eigenen Spieler stehen an oberster Stelle. Dementsprechend sieht sich der Verein unmittelbar in der Pflicht und wird seine Spieler mit einem schnittsicheren Hals-Nackenschutz ausstatten. Diese relativ einfache Schutzmaßnahme soll helfen derart dramatische Unfälle in Zukunft gänzlich zu vermeiden oder zumindest abzumildern. Der Schritt wurde in Absprache mit dem Mannschaftsrat getroffen und wird somit auch gänzlich von der Mannschaft mitgetragen. Sollten keine unerwarteten Lieferschwierigkeiten auftreten, spielen alle Spieler der Zeller Eisbären nach der Novemberpause, also ab dem 16.11. mit Halsschutz.
Patrick Schwarz, Geschäftsführer EK Zeller Eisbären: "Wir sind alle, im Vorstand aber auch rundherum erschüttert darüber, welch tragischer Vorfall sich in England ereignet hat. Wir wollen bestmögliche Vorkehrungen treffen, damit so etwas bei uns im Klub nicht passieren kann und fühlen uns durch diesen Vorfall einfach gewarnt. Deswegen sehen wir uns in der Pflicht und haben uns gemeinsam mit dem Mannschaftsrat dazu entschieden, dass die gesamte Mannschaft zukünftig mit einer Halskrause bzw. einem Halsschutz spielen wird und sehen uns hier absolut in der Verantwortung unsere Spieler bestmöglich zu schützen. Wir sind bereits mit diversen Anbietern im Kontakt und werden aller Voraussicht nach das erste Spiel nach dem November-Break dementsprechend bestreiten“.
Hubert Berger, Mannschaftskapitän EK Zeller Eisbären: "Wir haben nach dem tragischen Vorfall darüber diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir als Mannschaft mit gutem Beispiel vorangehen wollen. Vielleicht wird ein Hals-Nackenschutz ohnehin Pflicht in sämtlichen Ligen werden und deshalb haben wir uns dazu entschieden.“