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BITTERES AUS DER EISBÄREN - EKZ BEENDET SAISON AUF PLATZ 3

DI, 07.04.2026  |  22:10 Uhr

Der EKZ muss sich im entscheidenden Spiel 6 dem HC Gröden geschlagen geben. Eine Saison mit vielen Höhen, u.a. dem Titel als Österreichischer Meister und der perfekten Master Round endet nun mit dem Aus im Semifinale. Das heutige Spiel spiegelt die komplette Serie wieder, die Eisbären laufen an, spielen sich Chance um Chance heraus, die Tore machen aber die cleveren Südtiroler. Empty-net-Treffer sorgen letztlich für ein deutliches Endresultat. Gratulation an den HC Gröden!

Die Eisbären müssen bei diesem wichtigen Spiel heute leider auf einige Leistungsträger verzichten. Neben Coffman fehlen unter anderem der erkrankte Cuma, aber auch Widhalm, der für seinen tollen Check im letzten Heimspiel zwei Spiele Sperre ausgefasst hat. Unterstützt werden die Zeller wieder von mehreren mitgereisten Pinzgauer Fans.

Das erste Drittel verläuft grotesk, die Zeller spielen eigentlich nicht schlecht. Sehr aggressiver Forecheck, guter Körpereinsatz und auch klare Torchancen hat man zuhauf. Rupnik, Huard, Predan und Schmid haben im Laufe des Drittels eins-gegen-eins Situationen gegen den Grödner Tormann Endre, scheitern aber allesamt. Devin Steffler, noch einmal Huard, Szypula mit einem Schuss in Richtung Kreuzeck und Tomazevic und Rappold mit einer Doppelchance haben allesamt auch gefährliche Einschussmöglichkeiten. Die Eisbären haben in diesen ersten 20 Minuten mehr Sitzer als in den letzten beiden Spielen zusammen, insgesamt kommen sie fünf mal alleine vor dem Tor zum Abschluss und haben ein Breakaway. Die Tore machen aber ausschließlich die Hausherren, die die Zeller gnadenlos auskontern und dem EKZ eine Lehrstunde in Sachen Effizienz erteilen. 3:0 für die Furie nach den ersten 20 Minuten – das die ernüchternden Fakten.

Im zweiten Drittel gehört die erste große Chance wieder den Hausherren, doch Schmidt ist zur Stelle. Auf der anderen Seite wird Rappold nach einem Rebound gefährlich. Insgesamt kommt der EKZ in diesem Abschnitt aber nicht mehr zu ganz so vielen klaren Möglichkeiten, vor allem nicht mehr zu diesen ganz eindeutigen Eins-gegen-eins-Situationen wie noch im ersten Drittel. Stattdessen wird Moncada bei einem Konter gefährlich. Kele Steffler hat am langen Pfosten die große Chance auf das 1:3, verpasst aber knapp. Gröden verteidigt nun speziell im Torraum deutlich konsequenter, lässt weniger Chancen aus kurzer Distanz zu und macht die Räume enger. Nach 34 Minuten muss dann auch einmal ein Grödner Spieler auf die Strafbank, vielleicht geht jetzt etwas im Powerplay. Doch es passt ins Bild dieses Spiels: Devin Steffler trifft nur die Querlatte. Auf der anderen Seite lässt Biondi einen weiteren Konter für die Hausherren liegen. Kurz vor Drittelende gibt es noch eine Strafe gegen Guimond nach einem Foul an Szypula – immerhin starten die Eisbären damit in Überzahl in den Schlussabschnitt.

Genau dieses Powerplay nutzen die Zeller dann auch: Nick Huard trifft mit einem platzierten Handgelenksschuss zum 1:3. Da keimt noch einmal Hoffnung auf. Doch das Momentum wird jäh unterbrochen: Nach einem klaren Beinstellen gegen Huard kommt dieser zu Fall, doch statt eines Powerplays für Zell müssen die Eisbären plötzlich selbst in Unterzahl ran. Selbst der Grödner Verteidiger Senoner muss darüber schmunzeln.In Unterzahl wird es noch einmal brenzlig, unter anderem durch Moncada, doch die Eisbären überstehen diese Phase. Bei fünf gegen fünf folgt dann eine richtig gute Phase der Zeller: Szypula kommt zu einer Möglichkeit, Widen hat eine riesige Chance, doch ihm verspringt der Puck, das Tor wäre offen gewesen. Gröden verteidigt mit Mann und Maus, riegelt den Torraum konsequent ab und macht es den Eisbären extrem schwer. Während bei Zell oft schon kleine Kontakte abgepfiffen werden, agieren die Südtiroler körperlich sehr präsent. Dazu kommt mit Endre ein Torhüter, der weiterhin kaum zu bezwingen ist. Die Eisbären werfen trotzdem alles nach vorne, schnüren Gröden phasenweise im eigenen Drittel ein und kommen zu zahlreichen Abschlüssen. Die wohl beste Gelegenheit hat noch einmal Kele Steffler mit einem Schuss aus dem Rückraum.

Doch der Puck will an diesem Abend einfach nicht mehr ins Tor. Stattdessen fällt die Entscheidung auf der anderen Seite: Gröden kann sich befreien und trifft ins leere Tor. Zwei weitere Grödner Treffer ändern auch nichts mehr – der HC Gröden zieht ins Finale ein, während die Eisbären ihre Saison auf Platz drei beenden.

 

Headcoach Marcel Rodman: „Es ist natürlich enttäuschend. Das Ergebnis schaut sehr deutlich aus, aber im ersten Drittel gab es Chancen zuhauf, viel mehr als in den letzten Spielen. Sie haben getroffen, wir nicht. Wir haben gepusht, gepusht, aber sie haben defensiv sehr gut gespielt. Wir haben einfach keinen Weg gefunden zu treffen. Wir haben dann alles riskiert und noch Empty-Net Gegentreffer kassiert. Großer Respekt an Gröden, sie haben mit viel Herz gespielt, stark verteidigt und bei Gegenangriffen waren sie immer gefährlich. Ich bin dennoch sehr enttäuscht, dass unsere Saison beendet ist.“

 

Torschütze Nick Huard: „Es tut weh, es schmerzt, es ist offensichtlich nicht das Ergebnis, das wir uns vorgenommen haben. Aber ich muss ihnen auch Respekt zollen, sie haben hart gekämpft und haben ihren Gameplan über die gesamte Serie hinweg durchgezogen."

 

ALPS HOCKEY LEAGUE | Playoffs Halbfinale | SAISON 2025/2026 | Spiel 6

HC Gröden vs. EK Zeller Eisbären 6:1 (3:0/0:0/3:1)

Di, 07.04.2026 | 19:30 Uhr, Pranives Wolkenstein

 

Torfolge:

1:0 | 02.| MONCADA Luke (EQ)

2:0 | 12.| SCHIAVONE Davide (PP1)

3:0 | 15.| LUISETTI Matteo (EQ)

3:1 | 41.| HUARD Nicklas (PP1)

4:1 | 57.| KASSLATTER Hannes (EN)

5:1 | 57.| BIONDI Luca (EN)

6:1 | 59.| DOSTALK Vlastimil (PP2)

ZS: 1835