Morgen geht’s endlich los, die Playoffs der Alps Hockey League starten. Die Eisbären beginnen mit einem Heimspiel gegen den EC Bregenzerwald und wollen zum Auftakt einen Heimsieg.
Nach dem Grunddurchgangssieg folgte für den EKZ eine äußerst starke Masterround mit sieben Siegen aus acht Spielen und damit auch Platz 1 in der Zwischenrunde. Gepickt hat man den EC Bregenzerwald, weil dieser als quasi Achter auch der natürliche Gegner im klassischen Playoffmodus gewesen wäre.
Es ist ein rein österreichisches Duell, zweier Vereine mit Tradition und langjähriger Rivalität. Zell am See gegen Bregenzerwald, sei es in der Nationalliga, in der INL oder jetzt in der Alps Hockey League, diese beiden Teams gehörten quasi immer dazu und treffen eben nun im Viertelfinale der diesjährigen Playoffs aufeinander.
Der EC Bregenzerwald spielte einen mäßigen Grunddurchgang und beendete diesen nur auf dem 12. und damit vorletzten Platz. Gute Leistungen, aber zu oft belohnte man sich nicht dafür, man verlor einige enge Spiele – in einer so ausgeglichenen Liga wird man dann schnell durchgereicht. Ganz anders dann das Auftreten in der Zwischenrunde. Fünf Siege in sechs Spielen bedeuteten Platz 1, womit man in den Pre-Playoffs auf den HC Gröden traf. Eine knappe Serie, in der die Vorarlberger das Entscheidungsspiel mit 4:3 gewinnen konnten, der Siegestreffer gelang in Minute 59.
Mit ein Grund für die zuletzt deutlich verbesserten Leistungen sind gewiss auch die Neuzugänge aus der ICEHL, von den bereits ausgeschiedenen Pioneers. Luca Erne, Aron Summer, Marlon Tschofen und Nationalspieler Julian Metzler verstärken seit Mitte Februar die Wälder. Auch der Grundstock des Kaders hat durchaus Klasse. Mit dem Ex-Zeller Lorenz Widhalm und dem jungen Finnen Pasanen hat man ein gutes Torhütergespann. In der Verteidigung haben die meisten Spieler bereits Erstligaerfahrung. Gute Österreicher wie Tobias Reinbacher (Bruder von David Reinbacher), Manuel und Philip Metzler, Hintermann, König, Mussbacher, Wempe oder Wohlmut scheinen auf. Der nachverpflichtete Finne Kuronen und der Nationalspieler Estlands Ossipov – es gibt ein breites Spektrum an starken Spielern in der Abwehr.
Im Angriff haben die beiden Legionäre ebenfalls schon Länderspielerfahrung. Der Lette Robert Lispergs ist seit Jahren in der Alps Hockey League dabei und besticht Jahr für Jahr mit guten Scoring Zahlen und giftigem Spiel. Der Ukrainer Yevgen Fadyeyev spielt eine gute erste Saison für die Vorarlberger und kommt in 43 Spielen auf 48 Torbeteiligungen. Julian Zwerger (Bruder von Nationalspieler Dominic Zweger), Kapitän Richard Schlögl, Fabian Ranftl und Philipp Pöschmann (bereits mit acht Länderspielen) sind etablierte Größen und bringen sowohl Erfahrung als auch Qualität mit. Wernicke, Lebeda und viele weitere gute, junge Spieler runden eine potente Offensive ab.
Die bisherigen Saisonduelle verliefen ausgezeichnet für den EKZ (3:0, 5:0, 7:0), haben aber wenig Aussagekraft. Die Mannschaft des EC Bregenzerwald hat sich seitdem verstärkt, zudem haben Playoffs ganz andere Gesetze. Man besinnt sich in Zell am See, auf die eigenen Stärken geht mit großem Respekt aber keinesfalls Angst an die anstehende Aufgabe heran.
Eisbären Angreifer Hubert Berger: „Playofftime, wir freuen uns alle drauf, das ist der Grund, warum wir Eishockey spielen. Wir können es kaum erwarten, haben uns diese Woche gut vorbereitet und deswegen sind wir froh, dass es morgen endlich losgeht.“
Spielbeginn ist morgen um 19:30 Uhr. Kommentierter Livestream zum Spiel, wie immer, auf valcome.tv
ALPS HOCKEY LEAGUE | Playoffs| SAISON 2024/2025 | Viertelfinale Spiel 1
EK Zeller Eisbären vs. EC Bregenzerwald 0:0 (-:-/-:-/-:-)
Sa, 08.03.2025 | 19:30 Uhr, KE KELIT Arena Zell am See
SR: Brock / Huber