Zwar muss sich der EKZ heute ganz knapp dem EV Vienna Capitals geschlagen geben, die Eisbären bieten dem stark besetzten Erstligisten aber über 60 Minuten Paroli, sind bis zuletzt nah dran, am Ausgleich und können mehr als stolz auf die eigene Leistung sein.
Beide Teams starten mit offenem Visier in die Partie – kein großes Abtasten, sondern sofort eine Vielzahl an Chancen auf beiden Seiten, bereits in den ersten Spielminuten. Die Führung erzielen die Gäste aus Wien: In Minute sieben schließt Ex-Eisbär Lanzinger eine sehenswerte Kombination der Capitals mit einem platzierten Schuss aus dem Rückraum ab. Die Hauptstädter übernehmen danach das Kommando und sind in der Folge das bessere Team. Offensiv haben die Eisbären, heute ohne Lahoda und Reiner, lange Zeit wenig entgegenzusetzen. Und doch: Kurz vor der ersten Drittelpause taucht Huard plötzlich völlig allein vor Wraneschitz auf, scheitert jedoch an einer Glanzparade des Gäste-Keepers.
Im zweiten Drittel finden die Eisbären gut ins Spiel, natürlich bleiben aber auch die Wiener gefährlich. Zudem wird es nun etwas hitziger: Kele Steffler lässt sich von Nogier nichts gefallen und steht seinen Mann. Nach einem klaren Halten von Kromp bekommen die Zeller ein Powerplay – Stiegler und der flinke Rupnik haben hier die besten Möglichkeiten. Doch effizienter sind die Capitals: Wieder ist es Lanzinger, der mit einem satten Schuss das 2:0 erzielt. Der EKZ schlägt jedoch umgehend zurück. Während Wolf und Jennes an der Bande ein Scharmützel austragen, nutzt Coffman den Platz in der Mitte und verkürzt auf 1:2. Fast der Doppelschlag: Wilfan verpasst eine Hereingabe von Coffman nur hauchdünn. Im ersten Unterzahlspiel der Eisbären schlagen die Gäste eiskalt zu – Vey erhöht prompt auf 3:1. Danach ein weiteres Powerplay der Capitals, doch diesmal pariert Schmidt stark. Dann Szypula und Huard im Zusammenspiel – sie erzwingen beinahe ein Eigentor von Nogier. Beim Versuch zu klären, kassiert der Wiener eine Strafe. Sehr dominante Phase jetzt: Szypula narrt die Wiener Hintermannschaft, legt quer auf Huard, und der Kanadier erzielt das 2:3.
Im Schlussabschnitt haben beide Teams Torgelegenheiten – Antonitsch trifft für Wien nur die Latte. Es bleibt spannend: Fällt der 3:3-Ausgleich oder die 2:4-Entscheidung? Kleinere Streitereien, Powerplay, Timeout und eine EKZ-Schlussoffensive – es ist alles dabei, was ein tolles Eishockeyspiel ausmacht. Trotz des hohen Tempos zeigt keine Mannschaft Ermüdungserscheinungen. Die Chancen sind da, doch entweder geht der Puck knapp vorbei, oder Wraneschitz pariert stark. Huard und Putnik haben wohl die besten Gelegenheiten. Der Ausgleich will jedoch nicht mehr gelingen. Am Ende steht ein knapper 3:2-Sieg für die Vienna Capitals. Die Leistung der Eisbären macht aber Lust auf die kommende Saison.
Eisbären Stürmer Ethan Szypula: „Ich denke es war heute ein guter Schritt vorwärts als Team. Alle vier Linien haben gut gearbeitet und Ali Schmidt hat einige starke Saves gezeigt. Wien ist eine gute Mannschaft, natürlich wollen wir auch mal gewinnen, aber wir spielen gegen starke Klubs. Wir machen Schritte nach vorne und das stimmt mich positiv. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden als Team weiter zusammenwachsen und hart arbeiten.“
Capitals Verteidiger und Ex-Eisbär Lorenz Lindner: „Es war ein enges Spiel heute, spannend bis zum Schluss. Beide Seiten hatten gute Chancen, die Schusseffizienz hat den Unterschied gemacht. Für mich persönlich war es sehr cool wieder hier zu spielen, die Fans sind mir schon ein wenig abgegangen. Ich hoffe, dass die heurige Saison für die Eisbären nicht anders ausgeht als die letzte.“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Preseason | SAISON 2025/2026 | Testspiel 6
EK Zeller Eisbären vs. EV Vienna Capitals 2:3 (0:1/2:2/0:0)
Sa, 06.09.2025 | 19:30 Uhr, KE KELIT Arena Zell am See
Torfolge:
0:1 | 7.| LANZINGER Benjamin (EQ)
0:2 | 27.| LANZINGER Benjamin (EQ)
1:2 | 28.| COFFMAN Tim (EQ)
1:3 | 31.| VEY Linden (PP1)
2:3 | 38.| HUARD Nicklas (PP1)
SR: Seewald/Huber
ZS: 921