Ein großer Tag in der Geschichte der EK Zeller Eisbären. Im heutigen ersten Finalspiel gegen den HDD Jesenice zeigten sich die beiden Mannschaften von ihrer besten Seite und lieferten sich ein heißes Match vor ausverkauftem Haus. Am Ende waren es dann die Gäste, die mit einer besseren Chancenauswertung das Spiel für sich entschieden.
Die Luft knisterte in der KE KELIT Arena, schon bevor die Scheibe pünktlich um 19:30 Uhr das Eis berührte und zum ersten Mal in der Geschichte der Alps Hockey League ein Finalspiel in Zell am See ausgetragen wird. Die Eisbären erwischten einen guten Start und glänzten durch einige tolle Torchancen schon in den ersten Spielminuten. Diese Torchancen, gepaart mit einer gesunden Portion Aggressivität, scheiterten jedoch an der „Wand“ im Tor der Oberkrainer, Zan Us, der mit einer Fangquote von 92,5 % (im Playoff bisher 91,9 %) die Tormöglichkeiten der Hausherren entschärfte. Zell am See war die spielbestimmende Mannschaft am Eis, bis sich in der 15. Spielminute das Blatt wendete. Blitzschnell wandelten die Gäste aus Slowenien eine gute Chance der Eisbären um und nahmen diese Situation zum Anlass, um so zum wichtigen ersten Führungstreffer einzunetzen. Lyons Jack drehte jubelnd ab und stellte zum 0:1. Im ersten Powerplay der Eisbären an diesem Abend bekamen die über 2600 Fans in der gut gefüllten Ke KELIT Arena einige eiskalte Chancen zu sehen, doch auch wenn der Ausgleich bereits in der Luft lag, scheiterten die Eisbären weiterhin an Zan Us im Tor der Gäste.
Nach der 17-minütigen Pause ging es mit dem zweiten Spielabschnitt weiter. Jesenice mit dem besseren Start und einem vorbildlichen Spielaufbau konnte auch schnell zu Beginn des Drittels zum 0:2 stellen. Diesmal war es Luc Slivnik, der den Puck am Schoner von Max Zimmermann knapp vorbeispielte und die Führung von Jesenice weiter ausbaute. Zell am See ließ sich aber auch von diesem Treffer nicht aus der Bahn bringen und machte das, was bisher sicherlich zu einem der Erfolgsfaktoren im Laufe dieser Playoffs zählte – einen kühlen Kopf behalten. Es zeigte sich ein offener Schlagabtausch mit gleichmäßiger Chancenverteilung. Welche aber an den beiden gut disponierten Tormännern scheiterte.
Nach 24 zu 24 Torschüssen in den ersten beiden Dritteln war es abermals das letzte Drittel, in welchem die Entscheidung fallen musste. Das Team rund um Headcoach Marcel Rodmann (welcher selbst einst für Jesenice seine Schuhe schnürte) fokussierte sich weiterhin auf eine ruhige und disziplinierte Spielweise und setzte alles daran, Zan Us zu bezwingen. Und dieser Plan funktionierte zunächst auch. Zell-Kapitän Robin Johansson brachte auf Zuspiel von McLeod und Widen die Zeller Fans zum lautstarken Jubel und setzte mit diesem ersten Finaltreffer der Eisbären zum 1:2. Der Ausgleich rückte daraufhin in greifbare Nähe – als das Zeller Trainergespann Max Zimmermann zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Es waren aber die Gäste, die mehr davon hatten und in Form von Luc Slivnik zum 1:3 Empty Net trafen. Der 1:3 Endstand und der erste Sieg von Jesencie in der Best-of-Seven-Serie waren somit besiegelt.
Leon Widhalm nach der Partie: „Ich glaube es war heute ein taffes Spiel - was anderes haben wir uns auch nicht erwartet. Sicherlich sind wir nicht so spritzig in die Partie gestartet, wie wir wollten, aber wenn wir bei den kommenden Partien an einer besseren Chancenauswertung arbeiten, ist alles möglich!“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Playoffs| SAISON 2024/2025 | Finale Spiel 1
EK Zeller Eisbären vs. HDD Jesenice 1:3 (0:1/0:1/1:1)
Torfolge:
0:1 |15.| LYONS Jack (EQ)
0:2 |23.| SLIVNIK Luc (EQ)
1:2 |50.| JOHANSSON Robin (EQ)
1:3 |59.| SLIVNIK Luc (EN)
SR: HOLZER /LAZZERI
ZS: 2615