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EISBÄREN MIT BITTERER HEIMNIEDERLAGE

SO, 05.04.2026  |  02:00 Uhr

Ein echter Eishockeythriller im heutigen Halbfinale, Spiel 5 gegen den HC Gröden. Die Eisbären kämpfen vor ausverkauftem Haus aufopferungsvoll, müssen sich in der Verlängerung aber geschlagen geben. Damit ist man am kommenden Dienstag auswärts unter Zugzwang.

Vor 2867 Fans in der restlos gefüllten KE KELIT Arena ist die Spannung schon vor dem Eröffnungsbully greifbar. Auch einige Grödner Anhänger sind mitgereist und sorgen für zusätzliches Knistern.

Die Eisbären starten etwas aktiver in die Partie, werden aber früh durch eine Strafe ausgebremst. Das Penalty Killing funktioniert jedoch stark, Gröden kommt kaum zu Abschlüssen. In weiterer Folge dürfen auch die Hausherren erstmals in Überzahl ran und bauen ordentlich Druck auf. Zwar fällt im Powerplay kein Treffer, doch die Drangphase hält an. Blaz Tomazevic trifft mit einer Deflection nur die Stange, wenig später ist es dann aber soweit: Kilian Rappold zieht mit viel Energie in die Mitte und stellt auf 1:0 für die Eisbären. In einer hart umkämpften Partie mit einigen Strafen auf beiden Seiten bleiben die Zeller das etwas bessere Team, auch wenn die Südtiroler einmal zu einer großen Ausgleichschance kommen.

Das zweite Drittel beginnt mit Vorteilen für die Gäste, ehe sich ein offener Schlagabtausch entwickelt. Chancen gibt es auf beiden Seiten, auch je ein Powerplay bleibt ungenützt. Kurz vor der Pause gelingt den Eisbären dann der nächste Treffer: Nach einem Bully reagiert Ethan Szypula schnell und trifft ansatzlos zum 2:0. Doch die Grödner haben noch vor der Pausensirene eine Antwort parat: Moncada verkürzt auf 2:1. Ein Spiel auf Augenhöhe, eines Halbfinales absolut würdig.

Im Schlussdrittel erwischen die Eisbären einen Kaltstart: Schiavone gleicht früh zum 2:2 aus. Diesmal zeigen aber die Zeller eine gute Reaktion. Leon Widhalm erobert mit einem starken Check die Scheibe, legt zurück und Alexander Lahoda verwertet mit einem sehenswerten One-Timer zur erneuten Führung – 3:2. Die Gäste reklamieren heftig, der Treffer zählt jedoch völlig zurecht.

In der Folge werfen die Eisbären alles hinein, verteidigen leidenschaftlich und bringen die Führung beinahe über die Zeit. Doch rund eine Minute vor Schluss nimmt das Spiel eine bittere Wendung: Ein eigentlich harmloser Dump der Gäste, Torhüter Schmidt will die Scheibe klären, doch der Puck springt äußerst unglücklich von der Bande zurück und prallt von der Torstange genau vor die Schaufel von Moncada – 3:3. Ein extrem unglücklicher Gegentreffer. Die „Furie“ ist zwar ebenbürtig, doch das Zustandekommen des Ausgleichs ist einfach nur Pech.

In der Verlängerung nimmt Gröden das Momentum vom späten 3:3 mit, ist die etwas gefährlichere Mannschaft und kommt zu den besseren Möglichkeiten. In der 77. Minute fällt schließlich die Entscheidung: ein abgefälschter Pass kommt zu Guimond und der trifft mit einem Schuss aus dem Rückraum zum 4:3.

Die Eisbären liegen damit in der Best-of-Seven-Serie mit 2:3 zurück und müssen am Dienstag in Wolkenstein gewinnen, um ein entscheidendes Spiel 7 zu erzwingen.

 

Verteidiger Bernhard Fechtig: „Das ist Playoff-Hockey. Das Glück war heute nicht auf unserer Seite, eher das Pech, mit dem dritten Tor von ihnen. In der Overtime kann alles passieren, ist leider auf die falsche Seite gerutscht. Wir müssen nach vorne schauen, aufs nächste Spiel.“

 

ALPS HOCKEY LEAGUE | Playoffs Halbfinale | SAISON 2025/2026 | Spiel 5

EK Zeller Eisbären vs. HC Gröden 3:4 n.V. (1:0/1:1/1:2/0:1)

Sa, 04.04.2026 | 19:30 Uhr, Pranives Wolkenstein

 

Torfolge:

1:0 | 09.| RAPPOLD Kilian (EQ)

2:0 | 37.| SZYPULA Ethan (EQ)

2:1 | 40.| MONCADA Luke (EQ)

2:2 | 45.| SCHIAVONE Davide (EQ)

3:2 | 50.| LAHODA Alexander (EQ)

3:3 | 59.| MONCADA Luke (EQ)

3:4 | 77.| GUIMOND Sacha (EQ)

ZS: 2867 (ausverkauft)