In einer restlos ausverkauften KE KELIT Arena sehen die 2855 Zuseher ein spannendes und enges Derby zwischen Zell am See und Kitzbühel. Keine Mannschaft kann sich nach 60 Minuten einen entscheidenden Vorteil erspielen, im Penaltyschießen haben die Gäste das glücklichere Ende für sich.
Knisternde Stimmung bei der Bründl Sports Hockey Night, eine zum bersten volle Eishalle und zwei Erzrivalen am Eis. Bis auf den Langzeitverletzten Lahoda volles Lineup bei den Eisbären, Berger und Ban spielen mit Vollvisier, das Derby will natürlich keiner verpassen. Die Partie geht los und die Hausherren sind im Vorwärtsgang, einige Abschlüsse, aber noch nicht die ganz große Torgefahr. Die beste Möglichkeit der Adler hat Labori. Insgesamt ist es ein ausgeglichenes erstes Drittel, McLeod hat zwei gute Gelegenheiten, einmal nach starker Scheibeneroberung von Huard im Mitteldrittel, einmal nach Jennes Pass, aus kurzer Distanz. Nach 15 gespielten Minuten startet zunächst Kitzbühel Verteidiger Matzka einen schönen Sololauf und scheitert an Zimmermann, im Tor des EKZ. Die Eisbären machen das Spiel schnell und blasen sofort zum Gegenangriff. McLeod ist auf und davon und im Breakaway gegen Schmidt. Haken nach links, Schmidt kann vermeintlich halten, aber die Scheibe schlüpft ihm doch durch und damit die 1:0 Führung für den EKZ.
Im zweiten Abschnitt gibt es die erste Strafen, das Spiel ist zwar physisch, aber keineswegs unfair. Im 4 gegen 4 haben die Gäste eine gute Gelegenheit, scheitern zunächst aber noch. Der Ausgleich gelingt den Kitzbühelern dann in Minute 27. Schuss von links, Rebound, Tor. Zell am See steckt nicht auf, Schlagschuss Pallierer, Schmidt lenkt ihn gerade noch an die Stange. Kapitän foult Kapitän und Hochfilzer muss auf die Strafbank, später noch ein Powerplay, nachdem Piuk von den Beinen geholt wird und hart an der Bande einschlägt, er kann aber später weitermachen. In Überzahl hat Wilfan eine Riesenchance aus spitzem Winkel und Huard trifft nur die Stange. Es fällt allerdings kein weiterer Treffer, 1:1 nach 40 Minuten.
Der Schlussabschnitt hat kaum begonnen, da geht er EKZ bereits in Führung. Johansson mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse, ob er Puck dann noch abgefälscht wurde, ist schwer zu erkennen, jedenfalls geht er rein und es steht 2:1. Kitzbühel ist um eine schnelle Antwort bemüht, Zimmermann ist aber auf dem Posten. Die Spannung ist nun förmlich greifbar, beide Teams haben gute Gelegenheiten, etwas glücklicher sind schließlich die Adler. Södergren schafft den Ausgleich, mit einem platzierten Schuss. Keinem Team gelingt in weiterer Folge der entscheidende Schlag, für Zell verpasst zum Beispiel Berger am kurzen Eck.
Eine ziemlich ereignislose Verlängerung später ist klar: die Entscheidung wird heute im Penaltyschießen gefunden. Die ersten vier Schützen vergeben, dann trifft Hochfilzer für Kitzbühel. Enormer Druck auf Putnik, er muss treffen, sonst ist es aus. Gesagt, getan, der Zeller gleicht mit einem tollen Schuss aus, ab jetzt also nur noch jeweils ein Schütze. Nachdem bei den Eisbären noch zwei Spieler scheitern, verwandelt Södergren den entscheidenden Penalty. Kitzbühel holt sich den Extrapunkt und ist Derbysieger.
Philip Putnik: „Die Stimmung hat gekocht, es waren zwei gute Mannschaften am Eis Wir haben im zweiten Drittel etwas den Faden verloren, das dritte war dann eigentlich gut, wir haben aber das Gegentor kassiert. Penaltyschießen ist immer eine Lotterie. Wir müssen nach vorne schauen, es sind noch einige Spiele zu absolvieren.“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Regular Season| SAISON 2024/2025 | Runde 27
EK Zeller Eisbären vs. EC die Adler Kitzbühel 2:3 n.P. (1:0/0:1/1:1/0:0/0:1)
Torfolge:
1:0 |15.|McLEOD Matt (EQ)
1:1 |27.|SCHMID Paul (EQ)
2:1 |41.|JOHANSSON Robin (EQ)
2:2 |53.|SÖDERGREN Loke Hans (EQ)
2:3 |65.|SÖDERGREN Loke Hans (PS)
SR: Holzer / Voican
ZS: 2855