Und das war der siebte Streich! Auch die Red Bull Hockey Juniors können den Erfolgslauf des EKZ nicht stoppen. Bei der Bikeleasing Hockey Night spielen die Zeller einmal mehr 60 Minuten lang Powerhockey, gewinnen das Derby am Ende absolut verdient und sichern sich damit vorzeitig Platz 1 in der Master Round, was Heim- und Pickrecht in den Playoffs bedeutet.
Erstmals in dieser Saison kann Headcoach Marcel Rodman auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Vor 2300 Zusehern beginnen die Eisbären stürmisch und erspielen sich in den ersten Minuten gleich zwei Powerplays. Vor allem im ersten Überzahlspiel gibt es mehrere gute Möglichkeiten, im zweiten läuft es nicht mehr ganz so rund. Leon Widhalm markiert mit einem harten Check früh das Revier der Hausherren.
In weiterer Folge gestaltet sich die Partie ausgeglichener. Ein Wechselfehler bringt Zell in Unterzahl, das Penalty Killing funktioniert jedoch gut. Auch nach der starken Anfangsphase bleiben die Eisbären etwas aktiver, kommen zwar nicht mehr zu ganz so vielen klaren Chancen, sind aber klar spielbestimmend. Einige Schüsse zischen nur knapp am Tor vorbei. Die beste Gelegenheit der Gäste hat Lanzinger nach einer sehr guten Kombination nach gut 17 Minuten, doch Alexander Schmidt ist hellwach. Auf der Gegenseite wird Christian Jennes gefährlich. Die Schlussminuten des ersten Drittels verlaufen hitzig, auch Juhola sorgt noch einmal für Gefahr. Tore fallen keine, nach 20 Minuten ist der EKZ jedoch leicht im Vorteil.
Was im ersten Abschnitt fehlt, holen die Zeller im zweiten Drittel sofort nach. Ein schneller Gegenstoß führt zum Erfolg: Rappold spielt auf Coffman, der eiskalt abschließt – 1:0 für Zell am See. Auch danach bleiben die Eisbären am Drücker und kommen speziell im Powerplay zu mehreren guten Möglichkeiten auf das 2:0. Eine Unterzahl wird sehr souverän verteidigt, Salzburg kommt zu keinem Treffer.
Das 2:0 fällt schließlich doch: Huard leitet auf Rappold weiter, der mit einem sehenswerten Abschluss, genau ins lange Kreuzeck erhöht. Der Einsatz der Eisbären ist vorbildlich, Lahoda sprintet bei einem Backcheck über die gesamte Eisfläche zurück und verteidigt stark. Paul Schmid muss einen äußerst harten Check einstecken, steckt diesen aber weg. Nach gut 32 Minuten kommt Putnik beinahe zum nächsten Treffer. Rappold setzt mit einem astreinen Hip-Check gegen Geeson ein weiteres Ausrufezeichen. Die Stimmung in der KE KELIT Arena ist hervorragend, die Eisbären spielen gut, hart und sind näher am 3:0 als Salzburg am Anschlusstreffer. Auch zusätzliche Hektik bringt die Blau-Gelben nicht aus dem Konzept. Cuma verzeichnet die nächste gute Möglichkeit. Wenn doch etwas durchkommt, ist Schmidt zur Stelle und hält souverän. Kurz vor Drittelende gibt es noch einmal Überzahl – eine tolle Kombination bringt eine weitere Chance, doch Gästekeeper Haitzmann pariert stark. Es ist ein intensives Derby mit Playoff-Härte und vielen Zweikämpfen.
Im letzten Spielabschnitt kontrollieren die Eisbären die Partie weitgehend, ohne offensiv große Glanzlichter zu setzen. Spannung kommt nach gut zehn Minuten auf, als Szypula eine 2+2-Strafe erhält. Das Penalty Killing arbeitet grandios, Salzburg kommt kaum zu Möglichkeiten. 3:52 Minuten verteidigen die Zeller nahezu perfekt und lassen nichts zu. Acht Sekunden vor Ablauf der Strafe bekommt Salzburgs Topscorer Eliseev jedoch etwas zu viel Raum und trifft mit einem extrem platzierten Schuss ins kurze Kreuzeck – nur noch 2:1. Ein Sturmlauf der Salzburger bleibt jedoch aus. Stattdessen übernehmen die Eisbären wieder das Kommando und setzen sich im gegnerischen Drittel fest. Eine Strafe gegen Salzburg folgt, Coffman kommt halbrechts an den Puck, hat etwas Platz und trifft ebenfalls äußerst präzise zum 3:1. Kogler, die Nummer 12 der Gäste, hat noch eine Breakaway-Chance, bleibt aber ohne Erfolg. Am Ende steht ein verdienter Heimsieg. Die Zeller sichern sich damit vorzeitig Endrang 1 in der Master Round und damit Pickrecht sowie Heimrecht für die Playoffs.
Das nächste Heimspiel, bereits im Viertelfinale, steigt am Dienstag, dem 10. März, ein weiteres am Samstag, 14. März, ist ebenfalls fixiert. Der Gegner wird am kommenden Sonntag gepickt.
Philip Putnik: „Wir haben die gesamte Master Round über bewiesen, dass wir ein Topteam sind. Das war der siebte Sieg in Folge, wir spielen als Mannschaft, es kämpft jeder für jeden, somit haben wir den ersten Platz fixiert. Wir freuen uns, wenn die Playoffs losgehen.“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Master Round | SAISON 2025/2026 | Spiel 7
EK Zeller Eisbären vs. Red Bull Hockey Juniors 3:1 (0:0/2:0/1:1)
Di, 03.03.2026 | 19:30 Uhr, KE KELIT Arena Zell am See
Torfolge:
1:0 | 21.| COFFMAN Tim (EQ)
2:0 | 30.| RAPPOLD Kilian (EQ)
2:1 | 55.| ELISEEV Maxim (PP1)
3:1 | 57.| COFFMAN Tim (PP1)
ZS: 2294