Morgen samstags steigt das große Derby gegen den Rivalen aus Tirol, ein Highlight für alle Eishockeyfans. Bei der Bründl Sport Hockey Night geht es zwischen dem zweiten Zell am See und dem vierten Kitzbühel um wichtige Punkte für die Tabelle und um viel Renommee.
Es war ein etwas mühsamer Start ins neue Jahr, für den EKZ. Selten hat die Bezeichnung „Arbeitssieg“ so sehr gepasst, wie zum 3:0 Heimerfolg gegen den HC Gröden. Die Eisbären taten sich lange schwer und auch wenn die drei Punkte am Ende in Zell am See blieben, war unisono zu hören, dass es gegen Kitzbühel eine Leistungssteigerung braucht, um gegen die Adler reüssieren zu können.
Denn obwohl Gröden beileibe kein Jausengegner ist, sind die Mannen von Trainer Marco Pewal noch einmal eine andere Hausnummer. Zwischenzeitlich gar Tabellenführer, halten sich die Adler beharrlich im Spitzenfeld der Alps Hockey League und unterstreichen damit ihre Ambitionen für diese Spielzeit. Kitzbühel hat die beste Offensive der Liga, 110 Treffer in 26 Spielen bedeuten durchschnittlich mehr als vier erzielte Tore pro Partie. Mit 69 Gegentoren hat man auch eine respektable Defensive, beides summiert sich in einer Tordifferenz von +41, Ligabestwert. Die Mannschaft ist von vorne bis hinten gut besetzt. Alexander Schmidt hat einige Einsätze für das österreichische Nationalteam vorzuweisen und hat diese Saison bereits zweimal in der ICE-Hockey League, beim EC VSV ausgeholfen, er ist unbestritten einer der besten Torhüter der Liga. Auch seine Vertretung, Luca Egger ist kein Schlechter und weist sogar leicht bessere Statistiken auf. In der Defensive fällt der hart spielende und erstliga- sowie nationalteamerprobte Moritz Matzka auf. Mit dem aktuellen slowenischen Nationalspieler Matic Podlipnik bildet er eines der stärksten Verteidigerduos der Liga. Dahinter spielen mit Wetzl, dem Schweden Södergren, oder Mitrovic weitere gute Leute. Nicht dabei sein wird der Ex-Zeller Laurin Müller der kürzlich erfolgreich am linken Knie operiert wurde. Im Angriff geben sich die Topspieler die Klinke in die Hand. Der Amerikaner Chris Schutz macht in der Alps Hockey League dort weiter, wo er in Deutschland aufgehört hat: mit Toren, Toren, Toren. 19 Volltreffer stehen bereits zu Buche, dazu noch 15 Vorlagen, er ist damit fünftbester Scorer der Liga. Kongenialer Partner ist meist der Finne Niklas Ketonen (9 Tore, 24 Vorlagen). Komplettiert wird die erste Linie vom Center Jannik Fröwis, einem mittlerweile gestandenen österreichischen Profi, der ebenfalls gute Zahlen vorweisen kann (10 Tore, 18 Vorlagen). Die Qualität bleibt auch in den Linien dahinter hoch. Der smarte Center Alexander Maxa, Vereinsikone und Kapitän Henrik Hochfilzer, der junge Norweger Sebastian Labori Christiansen, der hünenhafte Schweizer Jayson Ren oder junge Spieler wie Schmid, Lippitsch und Wieltschnig – wie alle Topteams ist Kitzbühel nicht von einer Linie abhängig – viele Spieler können scoren. Cheftrainer der Gamsstädter ist natürlich Marco Pewal, sein Co-Trainer ist Rafael Rotter, bekannte Namen des österreichischen Eishockeys also.
Die Adler sind gut drauf, gewannen ihre letzten drei Partien, darunter ein wichtiger Sieg nach Penaltyschießen, gegen Tabellennachbar Cortina, letzten Donnerstag. Die Kitzbüheler haben bereits einige Ausrufezeichen gesetzt. So hat man etwa Meister Ritten zweimal klar geschlagen (6:2 und 7:3) und Salzburg regelrecht zerstört (8:1, 6:1 und 8:0). Das erste Derby der Saison ging an die Tiroler (5:2) das zweite konnte der EKZ gewinnen (5:4).
Eishockeyfans hierzulande wissen um die Rivalität zwischen Eisbären und Adlern. Kitzbühel und Zell am See trennen nicht einmal 35 Kilometer Luftlinie, nur knapp eine Stunde Fahrzeit sind es mit dem Auto. Beides sind bekannte Wintersportorte, die Eishockeyvereine haben viel Tradition und es sind die stärksten österreichischen Klubs in der Alps Hockey League. Es geht nicht nur um drei Punkte, es geht um die Vormachtstellung in der Region. Der EKZ wird alles in daran setzen das dritte Derby der Saison für sich zu entscheiden und die Adler zu rupfen.
Verteidiger Maximilian Egger: „Wir erwarten beim Derby eine volle Hütte. Wir müssen auf jeden Fall unser Spiel steigern. Gegen Gröden haben wir mit dem Nötigsten gewonnen, das wird’s gegen Kitzbühel nicht spielen. Wir müssen in allen Bereichen besser sein, härter, schneller, mehr Zug zum Tor, Chancenverwertung und allgemein die Einstellung. Einfach kämpfen bis zum Umfallen, dann werden wir das Derby auch wieder gewinnen.“
Spielbeginn der Bründl Sport Hockey Night ist morgen um 19:30 Uhr. Hinter dem Einsatz einiger Spieler steht noch ein Fragezeichen, wie das Lineup letztlich aussehen wird, wird am Spieltag entschieden. Das Spiel wird aller Voraussicht nach ausverkauft sein, es wird also geraten sich frühzeitig um Tickets zu kümmern. Karten unter: https://www.ticket-onlineshop.com/ols/eisbaeren/.
Für alle die es nicht ins Stadion schaffen, gibt es einen kommentierten Livestream zum morgigen Match: valcome.tv
ALPS HOCKEY LEAGUE | Regular Season| SAISON 2024/2025 | Runde 27
EK Zeller Eisbären vs. EC die Adler Kitzbühel 0:0 (-:-/-:-/-:-)
Sa, 04.01.2025 | 19:30 Uhr, KE KELIT Arena Zell am See
SR: Holzer / Voican