Was für ein Start ins Jahr 2024! Vor erneut ausverkauftem Haus liefern sich die Eisbären und Jesenice einen engen Fight. Am Ende gibt es den Heimsieg und das nächste Eishockeyfest!
Von Beginn weg gehen beide Mannschaften ein enorm hohes Tempo. Die Eisbären, heute ohne Ban, Paulweber, Rossmann, Mair und Schultes haben die erste Chance der Partie doch auch Jesenice zeigt warum sie der amtierende Titelträger der Alps Hockey League sind. Ganz knapp wird es erstmals, als Zell im Powerplay nur die Außenstange trifft. Jesenice ist v.a. durch Schüsse von der blauen Linie und viel Verkehr vor dem Tor gefährlich. Philip Putnik tankt sich nach 10 Minuten schön durch und versucht es auf die kurze Ecke. Zan Us, im Tor der Gäste, kann aber parieren. Es ist enorm viel los und auch wenn es gerade keine Torchancen gibt, bleibt das Spiel schnell und hochklassig. Im zweiten Powerplay ist es schließlich soweit: Tomi Wilenius steht da wo ein Torjäger stehen muss und verwertet einen Rebound zum 1:0 für die Hausherren. Die Eisbären haben in weiterer Folge die Partie im Griff und dominieren Jesenice. Ein Powerplay bringt die Slowenen aber zurück ins Spiel. Nachdem Zimmermann bereits mehrmals retten musste, schafft Lesnicar, zwei Minuten vor Drittelende, aus einem Gestochere vor dem Tor, den etwas schmeichelhaften Ausgleich. Es kommt sogar noch dicker: Tyler Cuma fasst eine 2+2 Strafe aus, wodurch die Zeller auch das Mitteldrittel in Unterzahl beginnen müssen.
Diese Strafzeit wird von den Hausherren gut verteidigt und danach übernehmen die Eisbären wieder das Kommando. Vorerst bleibt es aber beim 1:1. Die Gäste setzen einzelne Nadelstiche und bleiben gefährlich. Die größte Chance haben sie in Minute 29, im direkten Gegenzug hat aber auch der EKZ eine Doppelmöglichkeit auf das 2:1. Körperlich schenken sich die Teams ebenfalls nichts, u.a. geraten die sehr auffälligen Huard und Jezovsek aneinander. Fabio Artner bringt die KE KELIT Arena schließlich zum Beben, als er in Minute 36 das 2:1 für den EKZ erzielt. Eine verdiente Führung, die Eisbären zeigen im Mitteldrittel eine geschlossen starke Leistung. Vorne einige gute Chancen auf eine höhere Führung, hinten starke Verteidigung, wie etwa von Neal Unterluggauer, der gleich zweimal hervorragend rettet. Ist die Verteidigung einmal überwunden ist immer noch Zimmermann da, der die Führung festhält.
Das dritte Drittel bleibt körperbetont, schnell und hochklassig. Es ist einfach ein echtes Spitzenspiel, zweier Topmannschaften. Die Eisbären konzentrieren sich mehr auf die Defensive, ohne jedoch in Passivität zu verfallen. Dadurch hat Jesenice jetzt mehr Spielanteile, zunächst aber ohne größere Chancen. Trotzdem schaffen sie in Minute 46 den Ausgleich, durch einen Schuss aus spitzem Winkel. Die Slowenen haben nachfolgend ihre stärkste Phase und sind knapp an der erstmaligen Führung dran. Die Eisbären durchstehen diese kritische Phase und haben zum Ende der Partie hin selbst zweimal die Riesenchance auf das 3:2. Einmal erkämpft sich Christian Jennes die Scheibe und umspielt fast noch Zan us. Eine Minute vor Spielende kommt Kapitän Berger, nach schöner Einzelleistung zu einer guten Einschussmöglichkeit. Am Ende bleibt es beim 2:2 und damit geht dieses enorm spannende Spiel in die Verlängerung.
Dort fackeln die Eisbären nicht lange. Widen hat Platz, kann auch selbst schießen, legt aber noch überlegt quer zu Artner, der die Scheibe mittels Direktabnahme unhaltbar in den Winkel knallt. Der Jubel am Eis und auf den Rängen kennt keine Grenzen, die Eisbären starten mit einem Heimsieg gegen den amtierenden Meister ins Jahr 2024.
Eisbären Verteidiger Neal Unterluggauer: „Ich glaube Jesenice ist auf jeden Fall eine der drei besten Mannschaften der Liga. Wir haben heute gezeigt, dass wir sie daheim, vor tollem Publikum, besiegen können. Wir waren sehr dominant und haben auch physischer gespielt als sonst. Natürlich: vor ausverkauftem Haus geht alles ein bisschen leichter!“
Ein Sieg mit einem Ausrufezeichen. Den Champion der Vorsaison muss man erst einmal schlagen. Ein idealer Start ins Jahr 2024, der noch dazu den zweiten Tabellenplatz und damit drei Bonuspunkte für die Zwischenrunde sichert. Abgeschlossen wird der Grunddurchgang am Freitag, mit dem Heimspiel gegen Neumarkt.
ALPS HOCKEY LEAGUE | Grunddurchgang | SAISON 2023/2024 | Runde 29
EK Zeller Eisbären vs. HDD Jesenice 3:2 n.V. (1:1/1:0/0:1/1:0)
Torfolge:
1:0 |12.|WILENIUS Tomi (PP1)
1:1 |19.|LESNICAR Tjas (PP1)
2:1 |36.|ARTNER Fabio (EQ)
2:2 |46.|BOHINC Martin (EQ)
3:2 |61.|ARTNER Fabio (EQ)
SR: Moschen / Ruetz
ZS: 2600 (ausverkauft)
Das nächste Heimspiel des EK Zeller Eisbären:
ALPS HOCKEY LEAGUE | Grunddurchgang | SAISON 2023/2024 | Runde 30
EK Zeller Eisbären vs. Hockey Unterland Cavaliers
Fr, 05.01.2024 | 19:30 Uhr, KE KELIT Arena Zell am See