Stark dezimierte Zeller (fünf Ausfälle) müssen heute die erste Niederlage der Saison einstecken. Trotz etlicher Torchancen will und will der Puck lange Zeit einfach nicht ins Tor. Der HC Gröden macht es den Eisbären sehr schwer und gewinnt ein enges, intensives Match knapp mit 3:1.
Der EKZ geht arg verletzungsgebeutelt ins heutige Match. Neben Jennes, Steffler und Huard fallen auch Fechtig und der zuletzt so starke Paul Schmid aus – anders gesagt, es fehlt heute eine komplette Linie. Rupnik hat den ersten Torabschluss der Partie, scheitert aber an Rindone. Gröden ist sehr aggressiv, geht sehr früh drauf und versucht, die Eisbären zu Fehlern zu zwingen. Der EKZ versucht, den Forecheck mit überlegtem Passspiel zu umspielen, was auch ganz gut gelingt. Esposito hat die erste gute Gelegenheit für die Heimmannschaft. Szypula, der heute seine Pflichtspielpremiere für Zell am See gibt, erkämpft sich dann den Puck an der eigenen blauen Linie und zieht von rechts allein aufs Tor – sein Abschluss wird aber pariert.
Eine äußerst unglückliche Szene bringt dann die Führung für die Furie. Schultes, heute im Tor, verliert seinen Stock, seine Mitspieler vergessen, ihm selbigen zurückzubringen, und zu allem Überfluss gibt es dann auch noch einen verpatzten Wechsel. Brady kann allein auf den gehandicapten Zeller Schlussmann zufahren und trifft platziert zum 1:0 für die Hausherren. Hüben wie drüben gibt es noch einige Torchancen – ein Schuss von Szypula streift haarscharf am kurzen Kreuzeck vorbei –, ein Treffer fällt im ersten Drittel aber keiner mehr.
Das zweite Drittel beginnt vogelwild: Tormöglichkeiten fast im Sekundentakt, viel Gestochere vor beiden Toren und enorme Intensität. Die Gelegenheiten halten sich ungefähr die Waage, beide Keeper sind aber gut positioniert und lassen nichts zu. Erst nach fünf Minuten beruhigt sich das Spielgeschehen wieder etwas. Dann eigentlich Powerplay EKZ – die Eisbären revanchieren sich aber und nehmen ebenfalls eine Strafe, wodurch dann wieder Gröden in Überzahl agieren kann. Guimond zieht ab und erhöht auf 2:0.
Das Match ist weiterhin heiß, und auch körperlich geht es ordentlich zur Sache. Gegen Ende des Drittels haben die Eisbären eine starke Phase, die Hausherren können sich nur schwer aus dem eigenen Drittel befreien. Der EKZ verpasst es jedoch, Kapital daraus zu schlagen – und so steht es nach 40 Minuten 2:0 für Gröden.
Im Schlussabschnitt kann man den Eisbären das Bemühen nicht absprechen, hier noch den Ausgleich zu erzielen. Man schießt aus allen Lagen, hat gute Drangphasen dabei – lange will aber einfach nichts klappen. Szypula erkämpft sich erneut selbst die Scheibe und erarbeitet sich so eine weitere gute Chance, doch Grödens Schlussmann Rindone hat einen starken Tag und kann parieren. Nach einer Strafe muss der EKZ eine Unterzahl überstehen – es gelingt durch gutes Nachsetzen sogar fast ein Shorthander, aber weiterhin kein Torerfolg. Dann eine traumhafte Kombination: Coffman schließt am Ende ab, aber irgendwie ist es wieder kein Tor. Ein Powerplay noch – vielleicht geht mit einem Mann mehr noch etwas, es laufen bereits die letzten Minuten. Der Puck kommt zu Coffman, Onetimer – und endlich das erlösende Tor. Nur noch 1:2, und noch zwei Minuten zu spielen. Die Eisbären werfen noch einmal alles nach vorne und riskieren natürlich voll. Mit der Schlusssekunde schafft aber Gröden das Empty Net.
Stürmer Ethan Szypula: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel, Gröden hat von Beginn an viel Druck gemacht. Mit so vielen Ausfällen ist es nicht leicht, dennoch müssen wir besser gewappnet sein. Wir haben aber nie aufgegeben, Zähigkeit bewiesen und speziell in der zweiten Hälfte des Spiels gut gespielt - es hat aber nicht mehr gereicht. Jetzt müssen wir uns kurz neu sortieren, an unseren Fehlern arbeiten und nach vorne schauen.“
ALPS HOCKEY LEAGUE | Regular Season | SAISON 2025/2026 | Runde 3
HC Gherdeina vs. EK Zeller Eisbären 3:1 (1:0/1:0/1:1)
Do, 02.10.2025 | 20:30 Uhr, Pranives Wolkenstein
Torfolge:
1:0 | 08.| BRADY Adam (EQ)
2:0 | 29.| GUIMOND Sacha (PP1)
2:1 | 58.| COFFMAN Tim (EQ)
3:1 | 60.| PITSCHIELER Simon (EN)