Philip Wurzer – seit kurzer Zeit ist er der neue sportliche Leiter der EK Zeller Eisbären. Wir unterhielten uns mit dem Pinzgauer über seine Ziele für die kommenden Saisonen, über seine aktive Zeit am Eis und über seine Entscheidung als sportlicher Leiter in den Vorstand der Zeller Eisbären zu gehen.

 

Bis zur Saison 08/09 warst Du fester Bestandteil der EK Zeller Eisbären, hast weit über 200 Spiele im Zeller Dress absolviert und dabei über 200 Punkte geholt. Nun, nach 9 Jahren zieht es dich zurück zu den Zeller Eisbären – diesmal als sportlicher Leiter im Vorstand. Was hast Du in den letzten Jahren gemacht, wie geht es Dir und wie kam es dazu, dass Du die Eisbären als sportlicher Leiter in die Zukunft führen wirst?

 

Ich habe meine Zeit in den letzten Jahren vor allem meiner Familie und meinem Beruf gewidmet. Trotzdem war ich auch die letzten 9 Jahre in der Eishalle bei nahezu jedem Spiel dabei, wenn es die Zeit zugelassen hat. Mir geht es sehr gut, ansonsten würde ich mich solch einer Herausforderung nicht stellen. Ein ausschlaggebender Grund für mich die Position des sportlichen Leiters zu übernehmen war, dass mittlerweile mein Sohn Jakob mit voller Begeisterung Eishockey spielt. Die viele Arbeit der letzten Jahre, sowohl bei den Zeller Eisbären als auch bei den Juniors, ist es Wert dafür zu kämpfen um das Bestehen der Eisbären für die Zukunft zu sichern.

 

Also war der Nachwuchs einer der Hauptargumente?

 

Nicht nur, aber bestimmt hat der Nachwuchs einen großen Anteil zu meiner Entscheidung beigetragen, da es ohne Kampfmannschaft auch für die Jugend wenig Perspektive in Zell am See gibt. Da ich seit über 30 Jahren mit dem Eishockeysport eng verbunden bin und seit meinem vierten Lebensjahr selbst auf den Kufen stehe, war für mich klar, dass es weitergehen muss. Ich habe durch das Eishockey im Leben persönlich und sportlich profitieren dürfen und viel gelernt. Nun habe ich die Möglichkeit gesehen etwas zurückgeben zu können.

 

Mit Deiner Tätigkeit als sportlicher Leiter trittst Du in die Fußstapfen von Klaus Mitterer, der sich die letzten Jahre mit viel Engagement erfolgreich um sämtliche sportliche Dinge gekümmert hat. Was sind deine Hauptaufgaben als sportlicher Leiter?

 

In erster Linie die Kaderzusammenstellung in enger Zusammenarbeit mit dem Trainer, das heißt die Auswahl der Spieler treffen und Vertragsverhandlungen führen. In weiterer Folge die Organisation der sportlichen Leistungstests und die Planung des Sommertrainings.

 

In die Fußstapfen von Klaus Mitterer trete ich nur halb, da Klaus mich weiterhin mit seinen Kontakten und sehr guten Know-How unterstützt. Sowie auch Stefan Herzog mit seinem Wissen und seinem Netzwerk mir zur Seite steht.

 

Gibt es Dinge, die Du ändern möchtest?

 

Grundsätzlich muss man sagen, dass in den letzten Jahren sehr gut gearbeitet wurde und wir daher ein stabiles Fundament übernehmen. Unser Ziel ist es das Erlebnis Eishockey wieder attraktiver zu machen und die Halle wieder mit vielen Zuschauern zu füllen. Dafür werden bestimmt einige Änderungen notwendig sein.

 

Legst Du den Fokus bei der Spielerwahl weiterhin auf den heimischen Nachwuchs?

 

Natürlich wollen wir den heimischen Nachwuchs fördern bzw. müssen wir, da das Budget es gar nicht anders zulässt. Es werden auch mit auswärtigen jungen Spielern Gespräche geführt.

 

Viele Funktionäre anderer Vereine kritisieren, dass sich die AHL von der Nachwuchsliga immer mehr zu einer professionellen Liga entwickelt, in der der Nachwuchs zunehmend von professionellen Spielern verdrängt wird. Der Leitgedanke, dass die AHL ein Sprungbrett zur EBEL sein sollte fällt langsam aber sicher weg. Wie denkst Du darüber?

 

Unser Ziel wird es vor allem sein, den Nachwuchs so zu fördern, dass sie die AHL sehr wohl als Sprungbrett für die Bundesliga nutzen können. Aufgrund des Budgets sind wir als Verein auf junge Spieler angewiesen.

 

In deiner neuen Funktion bist Du unter anderem für die Verpflichtung von neuen Spielern und für die Planung des neuen Kaders verantwortlich. Kannst Du schon näheres sagen, wie Du den neuen Kader strukturieren möchtest oder ob Du den „alten“ Kader weitestgehend halten möchtest?

 

Der Kader der letzten Saison wird weitgehend bestehen bleiben. Es wurden schon viele sehr positive Gespräche geführt. Da wir bis zur Jahreshauptversammlung nicht handlungsfähig waren, konnten wir die Verträge noch nicht schriftlich fixieren.

 

Zurück Du Deiner Zeit am Eis – was waren Deine schönsten Momente am Eis?

 

Natürlich meine zwei Meistertitel gegen Salzburg und Lustenau. Das schönste dabei war für mich, dass der Kader überwiegend aus Zeller Spielern bestand und das ist auch für die Zukunft unser Ziel.

 

Hast Du schon einmal über ein Comeback am Eis nachgedacht?

 

Für mich stand immer fest, dass die Familie an erster Stelle kommt und sobald Nachwuchs ins Haus steht, ich mich aus dem - sehr zeitintensiven - Sport zurückziehen werde.

 

Philip, was ist Dein Wunsch für die kommende Saison und für die kommenden Jahre bei den EK Zeller Eisbären?

 

Für die kommende Saison mit den für uns finanziellen Möglichkeiten eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen, die auch konkurrenzfähig ist und beim Kampf in die Playoffs zu kommen ein Wörtchen mitzureden hat. Für die kommenden Jahre wir das Ziel sein, den Verein weiterhin auf gesunde Füße zu stellen und finanziell und sportlich soweit voranzutreiben, um auch wieder am Titelkampf mitwirken zu können.

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