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Wir unterhielten uns mit Coach Greg Holst über die bisherige Saison, über einen möglichen Einzug in die Playoffs und über das Potenzial, welches er in der Mannschaft der EK Zeller Eisbären sieht! Das Interview!

 Greg, vor ein paar Monaten warst Du noch in Kanada, nun in Zell am See und bist der neue Coach! Wie geht es Dir und wie fühlst Du dich, das Zepter hinter der Bande in Zell übernommen zu haben?

Ich fühle mich gut und auch Zell am See gefällt mir! Die Liga ist besser als ich dachte, doch durch die fehlenden U20-Spieler fehlt meiner Meinung nach die Entwicklung innerhalb der Liga.

Mittlerweile konntest Du schon einige Partien mit der Mannschaft absolvieren. Wie ist Dein Eindruck von den Jungs und wo siehst Du Potenzial?

Meine Jungs arbeiten wirklich sehr hart und geben 100 %! Das positive Klima und die gute Kameradschaft tragen dazu ihren Teil bei. Sehr wichtig in einem Spiel sind die Ausländer und die Top-Spieler. Doch es ist ebenso wichtig, diesen etwas den Druck zu nehmen und vermehrt die einheimischen und jungen Spieler an das „Secondary-scoring“ heranzuführen. Wir brauchen nämlich mehr Tore!

Noch fünf Partien liegen im Grunddurchgang vor Euch. Denkst Du, dass die Playoffs dieses Jahr realistisch sind? Wie beurteilst Du die aktuelle sportliche Lage?

Die Chance ist zwar nicht mehr so groß, doch so lange es eine reelle Möglichkeit gibt, in die Playoffs einzuziehen, werden wir gemeinsam hart daran arbeiten, denn in jedem Fall ist jeder Sieg gut für den Charakter der Mannschaft – auch für die Zukunft.

Eine intensive Trainingswoche liegt nun hinter uns, über das Wochenende haben wir uns ausgeruht, um uns ab heute  auf die beiden kommenden Partien zu Hause vorzubereiten.

Nach deiner überaus erfolgreichen Zeit als aktiver Spieler bist Du 1993 zurück in Deine Heimat gegangen und hast in Kelowna eine Eishockeyschule gegründet. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Es war Zeit für mich, zurück nach Kanada zu gehen. Das kanadische Eishockey-Blut in meinen Adern und das gute Gefühl, welches ich immer hatte, wenn ich mit jungen Spielern zusammenarbeitete brachten mich zu diesem Entschluss. Angefangen hat alles mit einer kleinen Eisfläche, auf welcher wir vor Schulbeginn zwei Stunden trainiert haben. Erst waren es vier, dann 10 und am Ende sogar 300 Kinder und Jugendliche, mit denen ich gleichzeitig trainiert habe. Viele von denen sind mittlerweile 40 Jahre alt und wir haben noch guten Kontakt! Es war eine großartige Zeit!

Nach deiner Rückkehr nach Österreich und einer Station in Wattens wurdest Du Coach in Villach und durftest 2006 den Meistertitel feiern. Was waren die schönsten Momente in deiner Karriere?

Einige! Sicher gehört dazu mein erstes Tor in der NHL in Atlanta oder auch die Zeit in meiner Heimatstadt Montreal. Aber auch mein 500. Tor, welches ich in Innsbruck schoss, gehört da auch dazu. Zusätzlich waren an diesem Abend auch meine Eltern in der Halle, die mich seit 11 Jahren nicht mehr am Eis sahen! Viele unglaubliche Momente, die ich nie vergessen werde

Neben deinen sportlichen Erfolgen gibt es noch ein legendäres Interview mit dir aus dem Jahre 2006, welches auch heute noch bei vielen Eishockeyfans in bester Erinnerung ist und mittlerweile zu einem der bekanntesten Interviews im österreichischen Eishockey geworden ist. Was ist damals genau passiert?

Jetzt im Nachhinein ist es sehr lustig, da es so natürlich nicht geplant war. Mein Puls war in diesem Moment sicher bei 200 und ich wollte damals auch niemand persönlich angreifen. Nur die sportliche Emotion nach diesem wichtigen Spiel musste einfach raus! Auch heute werde ich noch oft auf das Interview angesprochen – ohne dass die meisten Wissen, dass ich selbst 19 Jahre lang als Spieler im Einsatz war.

In den kommenden Wochen warten wichtige Partien auf dich und Deine Spieler. Dein „Geheimrezept“ für die kommenden Spiele?

Wir müssen weiterhin hart arbeiten. Jeder am Eis muss Verantwortung übernehmen und wir müssen unser Ziel mit drei Toren pro Spiel erreichen. Dann ist alles noch möglich!